Beiträge von grimm

    Hallo Günter,


    ich habe das Tool »HackCheck« installiert ( https://www.abelssoft.de/de/windows ).
    In dem Angebot heißt es:


    »[...] seit etwa 4 Wochen kursiert eine neue Betrugsmasche im Internet, vor der ich meine Kunden dringend warnen möchte.


    Wie das IT-Portal heise online berichtete, verschicken Online-Kriminelle derzeit Erpresser-Mails, in welchen der Absender behauptet, dass er den Empfänger mit einer Spionagesoftware infiziert und damit beim Besuch einer Pornoseite gefilmt habe. Der Absender droht, das Video an die Familie, Freunde und Kollegen des Empfängers zu schicken, sollte er nicht 1.000?€ an den Absender überweisen.


    Um der Drohung noch mehr Nachdruck zu verleihen, legt der kriminelle Absender Teile von persönlichen Informationen des Opfers, wie die Telefonnummer oder ein altes Passwort, bei.


    Ich möchte Dir raten NICHT auf diese Masche einzugehen, da alles in der Erpressungs-Mail erfunden ist. Die persönlichen Daten hat der Kriminelle aus einem Datenleck erbeutet.


    Diese Masche ist aber nur eine von vielen, die immer wieder durchs Netz geistern. Daher möchte ich dringend zur Nutzung von unserem HackCheck 2018 raten, das wir für solche Fälle gemeinsam mit den Experten der ComputerBild entwickelt haben.«


    Das Sicherheitsprogramm überprüft, ob eine Deiner Mailadressen, eines Deiner Passwörter oder etwas anderes von einem Daten-Hack betroffen ist und gibt Dir zusätzliche Tipps und Infos.«


    Grimm

    Wäre diese Sammlungsbewegung nicht gerade von Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine ins Leben gerufen, so wäre sie wohl ideologisch unverdächtig. Welch eine Vorstellung beide von einer sozial gerechten Gesellschaft haben, ist bekannt; auch wird diese Bewegung gar von einem großen Teil der Linkspartei abgelehnt, und zwar aus pragmatischen Gründen. Die anderen demokratischen Parteien lehnen sie wohl ebenfalls ab. Und die Zielvorstellung beider Protagonisten? – Eine Rot-Rot-Grüne Koalition: vor allem auf Bundesebene. Würde es aber solch eine Mehrheit geben angesichts der AFD? Die gegenwärtigen Umfragen sprechen eindeutig dagegen (Infratest, 24.08.2018: SPD 18 %, Linke 9 %, Grüne 14 %,).


    Vielleicht greift diese Bewegung dennoch dergestalt parteiübergreifend und ideologiefrei, dass endlich einmal die sozialen Defizite unserer Gesellschaft, Altersarmut, Kinderarmut und so weiter, in den Fokus gerückt würden. Es ist keineswegs ethisch verwerflich, dass zuerst einmal die Sorgen vieler in unserem Land in den Vordergrund gestellt werden, und viele AFD-Wähler fänden dann vielleicht wieder den Weg zur Demokratie. Ich aber habe eher einen ambivalenten Bezug zu dieser Bewegung.


    Grimm

    Nicht einmal Politiker der Linkspartei kämen auf den absurden Gedanken, die Gesamtheit der AFD-Wähler mit Nazis oder auch nur mit dem Mob gleichzusetzen. Solch eine Gleichsetzung kann eigentlich nur jemand treffen, dessen Differenzierungsvermögen defizitär ist. Von Reflexionsvermögen will ich erst gar nicht reden. Solch jemandem rate ich dringend, sich einmal Unterricht erteilen zu lassen von jemandem, der den Naziterror erlebt hat: der also weiß, was Nazis sind.


    Bei der Bundestagswahl 2017 hat die CDU etwa 1000.000 Wähler an die AFD verloren, die SPD etwa 500.000, die Grünen-Partei etwa 40.000, die FDP etwa 50.000 und die Linkspartei etwa 430.000. (https://www.welt.de/politik/de…-an-die-AfD-verloren.html)


    Also Wähler aller demokratischen Parteien. Allesamt Nazis und/oder Mob? Die Gleichsetzung der Gesamtheit der AFD-Wähler mit Nazis und dem Mob ist nicht nur absurd, sondern auch unwahrhaftig. Natürlich ist diese Partei auch von Nazis gewählt worden, wohl nicht von wenigen.


    Man muss sich in der Tat mit der AFD und ihrer Wählerschaft auseinandersetzen, und zwar kritisch und sachlich, sachlich und kritisch, nicht aber auf Simpeldenkerniveau.


    Grimm

    Die zutiefst verwerfliche Relativierung der NS-Verbrechen, das geschichtsdumme, bornierte Infragestellen der Existenz einstiger Konzentrations- und Vernichtungslager durch diese »braungesindelten« Besucher ist einfach widerwärtig und dekuvriert deren geistig-moralischen Tiefstand. Im Artikel von »tagesschau.de« heißt es unter anderem: »Unter den 17 Teilnehmern des Gedenkstättenbesuchs seien fünf bis sechs Personen gewesen, welche die Führung permanent unterbrochen und gestört hätten, heißt es unter Berufung auf den Sprecher der Stiftung.«


    Dass sich nicht alle Besucher so inszeniert haben, macht diesen Eklat nicht um einen Deut besser. Dass die AFD unter den Hetzprotagonisten Alexander Gauland, Björn Höcke, André Poggenburg, Josef Dörr und anderen auch ein Sammelbecken Braunbesudelter ist, kann einfach nicht bestritten werden.


    Es muss natürlich unterschieden werden zwischen dieser Partei, ihrer Programmatik, ihren Protagonisten und deren Anhängern einerseits und den vielen anderen andererseits, die diese Partei nicht aus ideologischer Überzeugung gewählt haben, sondern aus der, die Regierungspolitik nicht mehr zu verstehen, sich nicht mehr repräsentiert zu sehen, einfach durch und durch frustriert zu sein: jene also, denen vor allem Existenzängste eignen und die dem Versprechen simpler Lösungen Glauben schenken.


    Grimm

    Hallo Günter,


    auch ich wünsche dir alles Gute. Dein tiefer Glaube wird dir die Kraft geben, dich Belastendes zu überwinden. Durch Krankheit bin ich dem Glauben wieder etwas näher gekommen.


    Herzlichen Gruß
    Grimm

    Hallo Grubendol,


    alles in allem halte ich deine Argumente der Beurteilung des staatlichen Handelns nicht für überzeugend. Im Gegensatz zu dir bin ich der Überzeugung, dass wir nach wie vor in einem Rechtsstaat leben: in einem Staat mit Gewaltenteilung, mit dem Grundrecht geheimer und freier Wahlen, mit Meinungs- und Pressefreiheit und so weiter, aber auch in einem mit Defiziten. Allein die Tatsache, dass du öffentlich zum Beispiel den Einsatz von V-Leuten mit der Bespitzelung durch die STASI gleichsetzen kannst (»[...] ist das DDR 2.0«) widerlegt dich. Was wäre wohl geschehen, wenn du in der DDR öffentlich die Bespitzelung durch die STASI mit der durch die GESTAPO zum Beispiel gleichgesetzt hättest? – Ich will es dir sagen: Du hättest dich garantiert auf dem Weg nach Bautzen befunden.


    Es ist doch geradezu geboten gewesen, dass der Staatsschutz des BKA unter anderem in der Hafenstraße während des G-20-Gipfels tätig geworden ist und wohl auch V-Leute eingesetzt hat: doch umso mehr, als es Gewaltexzesse ungeahnten Ausmaßes gegeben hat. Dass der Einsatz von V-Leuten verfassungskonform ist, kann auf jeden Fall als gesichert angesehen werden.


    Die Metapher: »Wenn getarnte Ermittler mit Leuten, die bespitzelt werden, sogar ins Bett gehen (›wie in der Hafenstraße geschehen‹), ist das DDR 2.0« verstehe ich so, dass es deiner Auffassung nach rechtsstaatlich und/oder ethisch nicht zulässig sei, dass V-Leute verdeckt agieren: also innerhalb des Umfelds der zu Beobachtenden. Verstehst du denn nicht den Sinn und den Zweck eines solchen Einsatzes!? Welch einen Sinn ergäbe wohl ein nach außen erkennbarer Einsatz? Natürlich kann über die Notwendigkeit und die Effizienz des Einsatzes von V-Leuten diskutiert werden.


    Dass du aber diesen Einsatz von V-Leuten mit der Bespitzelung durch das DDR-Regime praktisch gleichsetzt (»[...] ist das DDR 2.0«), ist einfach absurd: ja, intellektuell unzulässig! Es zeugt davon, dass jemand, der solch eine krude Auffassung oder gar Überzeugung vertritt, entweder ideologisch verblendet sein muss oder im Zusammenhang der DDR-Geschichte ignorant. Ich empfehle dir darum, dich einmal mit der Geschichte von Opfern des DDR-Regimes zu befassen.


    Das DDR-Regime ist diktatorisch gewesen: durch und durch ein Unrechtsregime, das aber keineswegs mit dem NS-Regime gleichgesetzt werden darf, jedoch mit ihm vergleichbar ist. – Warum? Weil es eine Reihe signifikanter struktureller Übereinstimmungen gibt: der pseudoreligiöse Absolutheitsanspruch der Partei: also der Anspruch der Immanenz der absoluten Wahrheit (»die Partei hat immer recht!«), die totale Überwachung von oben nach unten, die Außerkraftsetzung der Gewaltenteilung, die weisungsgebundene Justiz als verlängerter Arm der Partei, die Missachtung der Menschenrechte, die der Meinungs- und Pressefreiheit, die Verfolgung und Verhaftung politisch Andersdenkender, die totale Abschottung des Staates wie eines einzigen Gefängnisses.


    Zu deinen natürlich subjektiv geprägten Erfahrungen »mit den Sheriffs« möchte ich mich nicht äußern, räume aber ein, dass innerhalb der Polizei vereinzelt – vereinzelt! – leider auch rassistisches Gedankengut besteht. Dass daraus dienstrechtliche Konsequenzen zu ziehen sind, versteht sich; auch sind in diesem Zusammenhang Disziplinar- oder gar Gerichtsverfahren eingeleitet worden, und darüber ist ja auch publiziert worden.


    Selbstverständlich leben wir in einem Umfeld sozialer Verrohung. Wodurch sonst sollten die alltäglichen Gewalttaten auf den Straßen, auf den Bahnhöfen, in den Schulen, auf den Schulhöfen, die durch Hooligans und die durch wirklich nicht wenige Demonstranten begründet werden: etwas, was es früher in dieser Intensität und in diesem Ausmaß nicht gegeben hat? Allen Ernstes dadurch, dass all diese Täter Objekt eines »ungebremsten«, sie zum »Humankapital« degradierenden Kapitalismus seien?


    Dass dieser überbordende, häufig moralische Werte missachtende globale Kapitalismus existiert, ist doch eindeutig, auch, dass er nicht der Weisheit letzter Schluss ist und sein darf; jedoch einen Kausalzusammenhang zwischen seinen Akteuren und den Auswirkungen der erwähnten Gewalttaten herzustellen, halte ich für eine ideologische Konstruktion.


    Ich bin der Auffassung, dass die nahezu unerschöpfliche, kaum noch zu überschauende Informationsflut des Internets wesentlich ursächlich sei für den Verfall moralischer Werte. Dem Internet eignen ja zwei Seiten: einerseits eine positive, konstruktive, eine wissenserweiternde, eine wissensbereichernde, andererseits eine negative, destruktive, eine gewaltvermittelnde, eine gewaltverherrlichende: welch eine bedenkliche Ambivalenz.


    Last, but not least die von dir als »entsorgen« bezeichnet Forumssperrung des Users »Martin Landwirt«. Wie aber rechtfertigst du diese Äußerung?:


    »Was unseren Troll hier angeht, so ist deine Erregung überflüssig, weil es sich hier nicht um eine reale, sondern rein virtuelle Person handelt. Martin Landwirt heißt nicht so und er ist auch kein Landwirt.«


    Findest nicht auch, dass diese Rechtfertigung ausgesprochen banal sei? »Martin Landwirt« ist Urheber unter diesem Nicknamen veröffentlichter Forumsbeiträge gewesen: somit ein reales Wesen mit der organischen, intellektuellen und seelischen Existenz eben eines Menschen. Es ist in diesem Zusammenhang irrelevant, ob es sich um einen realen oder fiktiven Landwirt handelt. Anders gesagt: Es geht hier – ich habe es bereits erwähnt – um einen respektvollen, menschlichen Umgang: umso mehr, als du es, deinem Niveau entsprechend, wissen müsstest. Die Missachtung solch eines Umgangs kann man so auf den Punkt bringen: »So etwas tut man nicht!« Muss hierüber auch noch diskutiert werden?


    Grimm

    Grubendol, was mir an manchen deiner Beiträge auffällt, ist die zuweilen despektierliche und ideologisierte Sprache. Da heißt es zum Beispiel: »Ist ja gut, er (›Martin Landwirt‹) wurde ja entsorgt und wird hier keine Gülle mehr versprühen.« Spätestens seit Gaulands Entsorgungsbegeiferung müsste es sich doch herumgesprochen haben, dass »entsorgen« stets einen Objektbezug der Sache nennt: Müll, Abwässer und so weiter werden entsorgt, aber doch keine Menschen! Wer Menschen entsorgen will, entmenschlicht sie! Es aber ist nicht nur der Sprachgebrauch durch AFD-Politiker, sondern auch der anderer Politiker, zum Beispiel der des SPD-Abgeordneten Johannes Kars; hat er 2013 doch die Bundeskanzlerin entsorgen wollen:


    »Johannes Kahrs ist ein wichtiger Mann in der SPD [...] So hatte er etwa 2013 kundgetan, er wolle ›Merkel entsorgen‹ – was bemerkenswert ist, weil seine Worte damals für kaum Widerhall sorgten. Anders als die von Alexander Gauland, der Ende August die SPD-Integrationsministerin Aydan Özoguz in ›Anatolien entsorgen‹ wollte. Um den fremdenfeindlich anmutenden Satz hatte es im Wahlkampf einigen Wirbel gegeben. Auch Kahrs nannte Gauland damals einen ›miesen, dreckigen Hetzer‹« (Nordkurier, 28.09.2017; Belegquelle: Institut für deutsche Sprache)


    Sigmar Gabriel forderte die Entsorgung des Kabinetts Merkel:


    »Als Sigmar Gabriel (SPD) forderte, das gesamte Kabinett Merkel zu entsorgen, ließ das die Presse und die etablierten Politiker kalt.« (Nürnberger Nachrichten, 08.09.2017; Belegquelle: Institut für deutsche Sprache)


    Es ist ja das Kalkül so mancher AFD-Politiker, grenzwertige Äußerungen oder gar justiziable Verhetzungen erst dann publik zu machen, wenn deren Vorkommen innerhalb eines demokratischen Umfelds belegt ist, sodass ihre Rechtfertigung einen authentischen Bezug hat.


    Was aber ist deine Intention durch Äußerungen wie: »Die getarnten Bullen waren immer in der Hafenstraße« und »Die Polizei war in der Hafenstraße immer dabei, hatten ja genug Spitzel«? Vielleicht die, zu suggerieren, wir lebten in einem Spitzelstaat des Typus der einstigen DDR?


    Ich will hier nicht darauf eingehen, ob die Herabwürdigung von Polizeibeamten durch die Charakterisierung »Bullen« justiziabel sei, zumal Gerichte unterschiedlich entschieden haben. Auf etwas anderes will ich mich beziehen: auf Anstand und Respekt, darauf, dass die Polizeibeamten weder Bullen noch Spitzel sind, sondern sich mitunter unter Einsatz ihres Lebens für den Schutz der Bürger einsetzen, für die Wahrung des Rechts: somit eine tragende Säule eines funktionierenden Rechtsstaats sind.


    Dass es auch unter Polizeibeamten »schwarze Schafe« gibt – wie überall in der Gesellschaft, bedarf eigentlich keiner expliziten Erwähnung, sondern es erschließt sich wohl jedem, der den erforderlichen Grips sein Eigen nennen darf. Perfide jedoch ist die verabsolutierende Rechtfertigung solcher Herabwürdigungen.


    Wir leben in einem sozialen Umfeld moralischer Verrohung, daraus resultierender verbaler und physischer Gewalt – häufig auf ideologischer Grundlage –, deren Objekt auch immer wieder Polizisten sind. Die Bochumer Hauptkommissarin Tania Kambouri schildert in ihrem Buch »Deutschland im Blaulicht – Notruf einer Polizistin« eindrucksvoll, in welch einem Maße Polizisten im Einsatz verbaler und physischer Gewalt ausgesetzt sind.


    Grimm

    Ich habe mir einmal Beiträge von Martin Landwirt angeschaut: Seine schon an Satire grenzenden Darbietungen des mühsamen bäuerlichen Lebens und die typische Satzstruktur erinnern mich schon etwas an »Dr. Nader/Nadermann« – so habe ich diese Nicknamen in Erinnerung –, von dem ja niemand weiß, worin er promoviert worden ist. Vielleicht in »Ulkologie«: »Dr. ulk. Nader/Nadermann«. Ich will einfach sagen, dass nicht viel dagegen spricht, Martin Landwirt könne ein Troll sein: aber im Großen und Ganzen eher ein harmloser – trotz einiger grenzwertiger Beiträge und eines weit darüber hinausgehenden Beitrags, und dumm ist er bestimmt nicht. Seine Aussage »Ich scheiße auf deine Ratschläge!!!« halte ich nicht gerade für grenzwertig, eher für derb auf der Grundlage vorgespiegelten Zorns oder gar vorgespiegelter Wut.


    Schluss mit Lustig ist natürlich in solch einem Fall:


    »Ich war vorhin in einem Rewe-Markt und da standen mehre schwule Säue vor der Tür und sammelten Unterschriften! Ihr schwulen Arschlöcher sollt aber wirklich gesstopt werden!!! Schweinische Schwulenausleben Drecksäue - ihr kotzt mich nur an! Ich bin ein anständiger Bauer und will diesen _Schwulendreck nicht! Ihr alten Schweine! Dreckschweine!!!«


    So etwas ist nicht mehr grenzwertig, sondern Ausdruck eines geistig-moralischen Tiefstands; so etwas kann und darf nicht toleriert werden!



    Und nun dass Konstruktive der »Martin-Landwirtlichen Grütze«: Ich habe meinen Wortschatz erweitern können! Weiß ich doch nun, dass »Katteker« die niederdeutsche Bezeichnung für »Eichhörnchen« ist. Übrigens: Das Plattdeutsch-Hochdeutsche Wörterbuch (Institut für niederdeutsche Sprache) führt folgende Varianten auf: »Eekhorn(tje), Eekkatt, Eekkater; Katt/eker, Katteker, Katt/eiker, Katteiker.«


    Grimm

    Im § 370, 1 der Abgabenordnung heißt es zum Straftatbestand der Steuerhinterziehung:
    »In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren. 2 Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn der Täter in großem Ausmaß Steuern verkürzt oder nicht gerechtfertigte Steuervorteile erlangt.«


    In meinem Beitrag gehe ich doch nicht von einer zehnjährigen Freiheitsstrafe als Regelfall aus, sondern weise lediglich auf die Möglichkeit hin. Es geht mir doch einfach um den grundsätzlichen Hinweis darauf, dass zwischen der Bestrafung wegen eines Verbrechens an Leib und Leben und der wegen der Straftat zum Beispiel der Steuerhinterziehung nicht selten ein signifikantes Missverhältnis zugunsten zum Beispiel der Steuerhinterziehung besteht.


    Grimm

    Hallo Grubendol,


    bekanntlich befindet man sich auf hoher See und vor Gericht in Gottes Hand. Das Charakteristikum der Judikative, als zweiter Gewalt, ist ja die Unabhängigkeit der Richter, wobei noch zu klären wäre, was genau damit gemeint ist. Ist zum Beispiel ein ideologisierter Richter innerlich wirklich unabhängig? Wie es auch sei!: Jedem Richter steht zu, auf der Grundlage eines Ermessensspielraums Recht zu sprechen; jedoch drängt sich zuweilen der Verdacht auf, dass manch einer ihn recht großzügig, ja zu großzügig auszulegen scheint. Einmal so gesagt: Es gibt Urteile, die intellektuell und ethisch nachzuvollziehen einem wirklich schwer, sehr schwer fällt, wobei die von dir aufgeführten Fälle sicherlich nicht dazu gehören.


    Da wird ein Vater, der sein Kleinkind schwer, vielleicht sogar lebensbedrohlich misshandelt hat, zu einer Bagatellhaftstrafe von wenigen Jahren verurteilt, jemand aber, der Steuern hinterzogen hat – natürlich keine Bagatelle –, zu einer von vielleicht zehn Jahren: und dann jene Richter, von denen eine Gutmenschattitüde Besitz ergriffen hat! Es mag zwei, drei Jahre her sein: Ich las in der Zeitung – ich meine, es seien die Cuxhavener Nachrichten gewesen, weiß es aber nicht mehr so genau –, dass ein Straftäter zum achtzehnten Mal zu einer Bewährungsstrafe verurteilt wurde. Die Zahl Achtzehn haftet immer noch gut in meinem Gedächtnis, umso mehr, als ich solch ein Urteil einfach skandalös nenne.


    Grimm

    Ja, Günter, im CN-Forum ist es in der Tat still: substanziell zu still. Die meisten User haben sich wohl verabschiedet. Der Grund ist wohl vor allem, dass ein Mitglied in einer Auseinandersetzung seinem Furor hemmungslosen Lauf ließ, indem er andere Mitglieder mit Kakerlaken gleichsetzte, was wiederum zur Solidarisierung einiger dadurch führte, dass sie ihren Avatar austauschten. Der Avatartext lautete nun: »I am proud to be a cockroach.«


    Einige User – wie ich – sind noch registriert, aber kaum noch aktiv. Ich frage mich auch, wie lange dieses Forum noch bestehen wird, sollte es kollabieren, dürften die Betreiber wohl kaum Interesse daran haben, es zu reanimieren; denn es geht hier ja nicht um eine Wohltat, sondern um eine Kosten-Nutzen-Rechnung.


    Dass das Laden der Seiten des Niederelbe-Forums so lange dauert, hat vielleicht seine Ursache in der gegenwärtigen Leistung des Provider-Servers. Das Laden der CN-Seiten erfordert nämlich auch recht viel Geduld, während die des CN-Forums schnell geladen werden.


    Mit bestem Gruß
    Grimm

    Die Bezeichnung »Muselmann/-männer für Muslim ist veraltet – so zum Beispiel der Duden –, desgleichen »Muselman«. »Muselmann/-männer« lässt sich sprachlich weit zurückverfolgen. In Johann Cristoph Adelungs Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart (1793-1801) heißt es:


    »Der Muselmann, des -es, plur. die -männer, Fämin. die Muselmänninn, ein Nahme, welchen sich die Anhänger Mahomeds oder die im gemeinen Leben so genannten Türken selbst beylegen, und im Arabischen eigentlich Moslemim [...]«


    Auch bei Goethe und Schiller ist sie belegt, ebenso in Herders Converstions-Lexikon (1854-1857), in Meyers Großem Konversationslexikon in 25 Bänden (1905). In Brockhaus‘ Kleinem Konversationslexikon (1911) steht der Hinweis »verderbt«.


    Interessant ist, dass in der Konzentrationslagersprache bis auf die Knochen abgemagerte Häftlinge als »Muselmann« bezeichnet wurden. (Hierzu Wikipedia)


    Die Bezeichnung »Muselmann« scheint aber in heutigem Gebrauch als diskriminierend konnotiert zu sein.


    Grimm

    Hallo Günter,


    jener Grimm bin ich, der auch beim CN-Forum registriert ist. Anders gesagt: Wir kennen uns auf Forumsebene schon recht lange . Seit längerem schon lese ich nahezu regelmäßig
    Beiträge dieses Forums und kann nur konstatieren, dass so manchen ein wirklich akzeptables intellektuelles Niveau eignet. Mir fällt immer wieder dein bemerkenswertes Allgemeinwisssen auf, auch die souveräne,
    letztlich Substanz wahrende Forumsverwaltung: etwas, was ich einmal kritisiert, nun aber in größerem Zusammenhang sehend als Fehleinschätzung erkannt habe.


    Vielleicht gelingt es mir, wenn auch in größerem Abstand, diesen und jenen Sachverhalt bescheiden zu thematisieren, und vielleicht geling es mir auch, bei diesem und jenem
    Mitglied Akzeptanz zu finden.


    Mit freundlichem Gruß
    Grimm