Zeit für einen Strategiewechsel?

  • "Ihr Menschen seid schwach und zerbrechlich! Wenn Euer Magen spricht, dann vergesst Ihr Euer Hirn!
    Und wenn Euer Hirn spricht, dann vergesst Ihr Euer Herz! Und wenn Euer Herz spricht, dann vergesst Ihr alles!"

  • Ein Strategiewechsel wäre es, die Konsumenten durch Aufklärung und alternative Angebote dazu zu bringen, ihren Konsum auf Null zu reduzieren, bzw. erst gar nicht damit anzufangen.


    So bleibt es eine Umverteilung der Kosten zu Lasten derjenigen, die sich nicht die Birne wegkiffen.


    Eigenbedarf.... :whistling:

  • Ein Strategiewechsel wäre es, die Konsumenten durch Aufklärung und alternative Angebote dazu zu bringen, ihren Konsum auf Null zu reduzieren, bzw. erst gar nicht damit anzufangen.


    Also deine Lösung wäre, weiterhin genau das zu tun, was seit fünfzig Jahren nicht klappt. Danke für den Beitrag.

    "Ihr Menschen seid schwach und zerbrechlich! Wenn Euer Magen spricht, dann vergesst Ihr Euer Hirn!
    Und wenn Euer Hirn spricht, dann vergesst Ihr Euer Herz! Und wenn Euer Herz spricht, dann vergesst Ihr alles!"

  • Ein Strategiewechsel wäre es, die Konsumenten durch Aufklärung und alternative Angebote dazu zu bringen, ihren Konsum auf Null zu reduzieren, bzw. erst gar nicht damit anzufangen.


    So bleibt es eine Umverteilung der Kosten zu Lasten derjenigen, die sich nicht die Birne wegkiffen.


    Eigenbedarf.... :whistling:


    Aufklärung und alternative Angebote hilft sicher einigen Konsumenten , der grösste Teil will sich aber einfach nur entspannen ,was mit Cannabis wesentlich weniger gesundheitsschädlich ist , als mit Alkohol oder härteren Drogen .
    Ein weiterer Teil der Cannabiskonsumenten nutzt Cannabis zur Schmerzlinderung , bis vor ca. 7 Jahren tat ich das auch , vom Arzt verschriebene Schmerzmittel wirkten nur kurzfristig und fuhren durch ihre Nebenwirkungen , meine Gesundheit noch weiter herunter .
    Auf Rezept gab es Cannabis damals noch nicht und ist auch heute für viele Leidenden finanziell nicht erschwinglich .
    Ich baute mein Schmerzmittel damals selbst an , süchtig wurde ich nicht und Nebenwirkungen konnte ich nicht feststellen ,ich würde es jederzeit wieder so handhaben , aus medizinischen Gründen versteht sich .
    Eine kontrollierte Freigabe würde auch nicht der Allgemeinheit zur Last fallen , da die auf Cannabis erhobenen Steuern das aufwiegen würden .
    Polizeikräfte könnte sich auf die Verfolgung von Delikten mit gefährlicheren Drogen konzentrieren und der Schwarzmarkt würde auch ausgetrocknet werden .

  • der grösste Teil will sich aber einfach nur entspannen ,was mit Cannabis wesentlich weniger gesundheitsschädlich ist , als mit Alkohol oder härteren Drogen .

    Wir sollten zunächst klären, über welchen Wirkstoff wir hier diskutieren. THC ist in den üblicherweise konsumierten Mengen sicherlich nicht weniger gesundheitsschädlich als Alkohol. Drogenberatungsstellen klären gerne darüber auf.


    Es fängt vielleicht mit dem Wunsch nach etwas Entspannung an und wenn dieser befriedigt ist, kommt der Wunsch nach mehr oder längeren Zeiträumen der Entspannung, was den Beginn einer Sucht kennzeichnet. "Der erste Joint ist noch ganz harmlos".


    Ich habe durch meine ehrenamtliche Arbeit unter anderem auch zu Patienten Kontakt, die anfangs auch nur mal entspannen wollten und heute völlig fertig sind. Ich kenne genügend Leidensberichte und auch die sozialen Hintergründe und Motive für die Flucht in diese Art von Entspannung.


    Zitat

    Ein weiterer Teil der Cannabiskonsumenten nutzt Cannabis zur Schmerzlinderung , bis vor ca. 7 Jahren tat ich das auch , vom Arzt verschriebene Schmerzmittel wirkten nur kurzfristig und fuhren durch ihre Nebenwirkungen , meine Gesundheit noch weiter herunter .
    Auf Rezept gab es Cannabis damals noch nicht und ist auch heute für viele Leidenden finanziell nicht erschwinglich .
    Ich baute mein Schmerzmittel damals selbst an , süchtig wurde ich nicht und Nebenwirkungen konnte ich nicht feststellen ,ich würde es jederzeit wieder so handhaben , aus medizinischen Gründen versteht sich .


    Das ist ein völlig anderer Kontext, der in dem verlinkten Artikel nicht angesprochen wird. Bei Cannabis-Konsum zur Schmerzlinderung als Teil einer medizinisch begleiteten Schmerztherapie habe ich auch keinerlei Einwende - Im Gegenteil: Wenn der Patient die Gabe verträgt (Langzeitwirkung!) und dadurch im besten Fall schmerzfrei leben kann, ist Cannabis durchaus eine gute Alternative zur "chemischen Keule" von Pharmakonzernen, deren Nebenwirkungen schlimmere Leiden hervorrufen können.


    Ist doch bei Opiaten, wie bspw. dem Morphin, schon lange üblich.


    CBD wird momentan ebenfalls in Bezug auf positive therapeutische Zwecke untersucht und angewandt. Erste Studien liefern Hinweise auf positive Auswirkungen bei chronischem Stresszustand.



    Zitat

    Eine kontrollierte Freigabe würde auch nicht der Allgemeinheit zur Last fallen , da die auf Cannabis erhobenen Steuern das aufwiegen würden.

    Das ist von mehreren Faktoren abhängig, deren Werte man anfangs nur schätzen kann. Zudem bliebe - abseits der medizinisch verordneten und begleiteten Gabe von Cannabis - das Problem der Kontrolle hinsichtlich der Menge bei den Konsumenten, damit sie eben nicht in die Suchtfalle abgleiten. Darauf nimmt der verlinkte Artikel ebenfalls Bezug.



    Zitat

    Polizeikräfte könnte sich auf die Verfolgung von Delikten mit gefährlicheren Drogen konzentrieren und der Schwarzmarkt würde auch ausgetrocknet werden .

    Ab wann ist eine Droge gefährlich? Oder gefährlicher, als eine andere? Die Übergänge sind fließend. Nach welchem Maßstab würdest du da die Grenze ziehen? Potential um für den Eigenbedarf kriminell zu werden haben Heroin, Kokoin, Methamphetamine und Co. sicherlich... Aber auch Cannabis.

  • Aufklärung und alternative Angebote hilft sicher einigen Konsumenten , der grösste Teil will sich aber einfach nur entspannen ,was mit Cannabis wesentlich weniger gesundheitsschädlich ist , als mit Alkohol oder härteren Drogen .
    Ein weiterer Teil der Cannabiskonsumenten nutzt Cannabis zur Schmerzlinderung , bis vor ca. 7 Jahren tat ich das auch , vom Arzt verschriebene Schmerzmittel wirkten nur kurzfristig und fuhren durch ihre Nebenwirkungen , meine Gesundheit noch weiter herunter .
    Auf Rezept gab es Cannabis damals noch nicht und ist auch heute für viele Leidenden finanziell nicht erschwinglich .
    Ich baute mein Schmerzmittel damals selbst an , süchtig wurde ich nicht und Nebenwirkungen konnte ich nicht feststellen ,ich würde es jederzeit wieder so handhaben , aus medizinischen Gründen versteht sich .
    Eine kontrollierte Freigabe würde auch nicht der Allgemeinheit zur Last fallen , da die auf Cannabis erhobenen Steuern das aufwiegen würden .
    Polizeikräfte könnte sich auf die Verfolgung von Delikten mit gefährlicheren Drogen konzentrieren und der Schwarzmarkt würde auch ausgetrocknet werden .


    Andreas, im Wesentlichen stimme ich Dir zu. Allerdings gibt es da einen Punkt, den wir auch nicht außer Acht lassen dürfen:


    Zitat

    Die Halbwertszeit von THC im Körper liegt bei ca. 52 Stunden, die Abbauprodukte sind bei einmaligem Konsum noch einige Tage und bei mehrmaligem Konsum bis zu mehreren Wochen nachweisbar.

    https://www.canreduce.ch/?q=node/5

  • Und: Auch, wenn ich einem guten Glas Wein, Whiskey oder Weinbrand nie abgeneigt war - allerdings geht Schnaps bei mir seit mehr als einem Jahr aus gesundheitlichen Gründen überhaupt nicht mehr - so möchte ich hier doch behaupten, dass Alkohol in Deutschland das weitaus gefährlichste Sucht- und Genussmittel ist. Es wird in Deutschland von der Politik und der Justiz eindeutig mit zweierlei Maß gemessen - das halte ich für falsch.

  • Zitat

    THC ist in den üblicherweise konsumierten Mengen sicherlich nicht weniger gesundheitsschädlich als Alkohol.


    Was nennt man üblicherweise konsumierten Mengen ? THC ist nachgewiesenermaßen ca . 10 mal weniger gefährlich als Alkohol ,es sind schon viele Menschen an einer Alkoholvergiftung gestorben , meines wissens nach , noch niemand an einer THC Vergiftung .
    THC macht auch nicht körperlich abhängig wie Alkohol ,eine psychische Sucht ist allerdings nicht auszuschliessen .

  • Ca. 5-10 % der Konsumenten gelten als (psychisch) abhängig. Klar, das erscheint erst mal wenig, vor allem, wenn man wieder Alkohol oder Nikotin als Vergleich heranzieht. Das taugt aber immer noch nicht, um THC verharmlosen zu können, wie ich das von so manchem Vertreter dieser Argumentationskette gewohnt bin.


    Die negativen Auswirkungen auf die Lernfähigkeiten, Konzentration und Gedächtnis können auch in der Masse kaum mehr wegdiskutiert werden. Hinzu kommen mögliche Konterwirkungen, sprich - das Gegenteil von dem, was man durch den Konsum erreichen will: Unruhe, Angst, Apathie, Depressionen - bei regelmäßigem Konsum.


    Interessant ist auch, dass die Konzentration von THC im käuflichen Produkt heute um ein Vielfaches höher ist, als es noch zu Zeiten der "wilden 70ger" war. Grund hierfür ist unter anderem der professionelle Anbau unter optimalen Bedingungen in mehr oder weniger illegalen Indoor-Farmen ;)


    Auch das sollte man bedenken.

  • so möchte ich hier doch behaupten, dass Alkohol in Deutschland das weitaus gefährlichste Sucht- und Genussmittel ist.

    Dem stimme ich insofern zu, als dass ich Alkohol in Bezug auf das Gefahrenpotential in einer Liga mit Nikotin sehe. Zur Zeit hat Alkohol aber noch einen deutlich besseren Ruf als mittlerweile Nikotin.


  • Todesfälle durch Cannabis: 0

    "Ihr Menschen seid schwach und zerbrechlich! Wenn Euer Magen spricht, dann vergesst Ihr Euer Hirn!
    Und wenn Euer Hirn spricht, dann vergesst Ihr Euer Herz! Und wenn Euer Herz spricht, dann vergesst Ihr alles!"

  • Nachdem der Herr Wendt von einer Polizistengewerkschaft mal wieder sein übliches Gesabbel und Gebrabbel gebracht hat - man sollte wirklich vor solchen Interviews nichts trinken und auch die Psychopharmaka weglassen - zur Erinnerung ein netter Text aus der TAZ vom 20.09.1997:


    "Ihr Menschen seid schwach und zerbrechlich! Wenn Euer Magen spricht, dann vergesst Ihr Euer Hirn!
    Und wenn Euer Hirn spricht, dann vergesst Ihr Euer Herz! Und wenn Euer Herz spricht, dann vergesst Ihr alles!"

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