"Bergdoktor" rät zur Untreue

  • Habe gerade ans ZDF geschrieben:
    Sehr geehrte Damen/ Herren,


    als Lehrerin ( seit ein kurzem in Rente) weiß ich, dass viele Schüler, Kinder, Teenies, den " Bergdoktor" lieben und er damit eine gewisse Vorbildfunktion hat. Die gestrige Sendung zeigte sehr massiv, dass Werte wie Treue und Versöhnung mit Füßen getreten werden sollten. Der Familienvater hat mit Sicherheit Fehler gemacht, indem er seinen Beruf an die erste Stelle setzte und seine Frau vernachlässigte, aber er bemühte sich, seine Frau und die Mutter seiner Kinder zurück zu gewinnen, gab den geliebten Beruf auf. Dr Gruber - Vorbild vieler - gab den Rat, den Ehemann zu verlassen, um den Geliebten zu unterstützen und alle Versuche, die Ehe zu erneuern zu unterlassen. Treue wird damit lächerlich gemacht. Mit Sicherheit wurden bei Kindern damit viele Wunden aufgerissen, denn es ist keine Seltenheit, dass Schüler mir Dinge sagten, wie: "Wenn Papas Freundin nun auch noch schwanger wird, bringe ich sie um." Diese zahlreichen fern schauenden Kinder wurden ohne Lösung mit ihrem Schmerz allein gelassen. Ich würde begrüßen, wenn Sie die Sendung nach positiven ethischen Werten gestalten würden, anstatt dieser zerstörerischen.
    Mit freundlichem Gruß"

  • Hallo Gera,


    ich kann deine Bestürzung über solche "Inhalte" in diversen Serien und Filmen nachempfinden. Es tut wirklich gut, wenn man noch auf Menschen trifft, die die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau als Geschenk von Gott ansehen, ein gesellschaftlich wertvolles Gut und die Familie als Grundlage eines jeden funktionierenden Gesellschaftskörpers.


    Du wirst als Lehrerin viele Erfahrungen mit Situationen gemacht haben, die sich ergeben, wenn die biblischen Grundsätze nicht eingehalten werden. Und leider ist die Problematik heutzutage derart weit verbreitet, dass kaum einer die negativen Folgen von Ehebruch, Trennung, Scheidung - gerade auch für die Kinder - von der Hand weisen kann.


    Es ist gut, zu einer biblisch begründeten Ansicht zu stehen, allerdings muss man sich immer bewusst sein, dass Werte wie Loyalität und Treue sowie Vergebung von Fehlern in der heutigen, sich in der Auflösung befindenden Gesellschaft, ein Auslaufmodell geworden sind.
    Insofern dürfte die Reaktion des ZDF (falls es denn überhaupt eine gibt) dahingehend lauten, dass doch lediglich dem Zeitgeist Rechnung getragen werde und die vermittelten Werte jetzt einfach als die neuen "positiven" Werte betrachtet werden müssten.


    Das ist zwar grober Unfug aber es bedient die Ideale einer von Gott entfremdeten Gesellschaft. Der Apostel Paulus sagte für unser Zeitalter voraus, dass sich die Gottlosigkeit negativ auf die Familienbande auswirken würde. Schon beim Propheten Jesaja lesen wir den Bericht über gesellschaftliche Strömungen, nach denen das Gute als Schlechtes bezeichnet wird, und umgekehrt. (Jesaja 5,20-23)


    Noch müssen wir als Christen für das Vertreten biblischer Grundsätze nur Hohn und Spott erdulden. Aber in Zukunft dürfte sich die Kontroverse derart zuspitzen, dass Christen für ihr Christsein auch hierzulande abermals tätlich angegriffen und verfolgt werden.

  • Das ZDF scheint Kritiken schon ernst zu nehmen. Vor ein paar Jahren schauten wir Wilsberg mit unserer Adoptivtochter. Sie wollte immer " Ecki" sehen."Ecki" beschäftigte sich mit Pornos und gab entsprechende Laute von sich. Unsere Tochter kriegte sich kaum ein vor Lachen und machte tagelang solche Laute. Das ZDF antwortete mir, dass ich nicht die einzige war, die das kritisierte und sie hätten es weiter geleitet. In der Sendung kam das nicht wieder vor.

  • Es mag ja schön sein, Ideale zu haben, aber mit der gesellschaftlichen Realität hat das nicht viel zu tun. Und dass Serien wie der "Bergdoktor" oder "Wilsberg" irgendeine Realität abbilden würden, habe ich noch nie geglaubt. Dass ein Therapeut einem Patienten dazu rät, eine für den Patienten ungesunde Beziehung aufzugeben, ist schließlich gesellschaftliche Realität und auch richtig.


    Was ich nicht mag, ist, wenn insbesondere weibliche Sexualität und Nacktheit lediglich zum Verkaufen eines Produkts ausgenutzt wird, was leider oft der Fall ist. Wenn die Darstellung von Sexualität aber zur erzählten Geschichte gehört, die Handlung weiterbringt oder erklärt, bin ich damit einverstanden. So empfand ich es als sehr entspannt und angemessen, dass in der Serie "Das Damengambit" vollkommen darauf verzichtet wurde, die Sexualität der Protagonistin in die Geschichte einzubringen. Aber auch das gehörte für mich dazu, um den Charakter der Heldin zu erklären. Keine künstliche Dramatisierung durch emotionale Verwirrungen, eine fast autistisch wirkende Fokussierung auf das selbstgesteckte Ziel. Und am Ende eben dann doch sehr emotional und sehr schön. Eine gute Geschichte.


    ps man muss ja kein ZDF gucken. Tele 5 ist viel besser. Wunderbares Kinderprogramm, viele schöne Fantasy-Filme.

    "Ihr Menschen seid schwach und zerbrechlich! Wenn Euer Magen spricht, dann vergesst Ihr Euer Hirn!
    Und wenn Euer Hirn spricht, dann vergesst Ihr Euer Herz! Und wenn Euer Herz spricht, dann vergesst Ihr alles!"

  • Nicht jeder hat Tele5 und unsere lieben Netflix, auch dort gibt es ansprechende Kinderfilme. Bibel TV lehnte unsere Tochter vor einigen Jahren ab, weil die Qualität ihr zu schlecht war im Gegensatz zu anderen Sendern haben die oft veraltete Kinderserien, wo die Darsteller sich nicht angemessn bewegen, meinte sie. Horseland war eine Ausnahme, das schauten wir wochenlang gemeinsam im letzten Jahr.
    Fakt it nun mal, dass viele Schulkinder ZDF lieben, " Professor Börne & Alberich" u.s.w.

  • Sollte man nicht auch darauf achten, ab welchem Alter die Filme freigegeben wurden?


    Das hätte die Eindrücke von "Wilsberg & Co" verhindert.


    Ich sehe es auch als die Aufgabe der Eltern/Großeltern (welche solche Filme in Anwesenheit der Kinder anschauen) an, mit den Kindern diese Filme zu besprechen und zu erklären. Ihnen auch die Möglichkeit zu geben, Fragen zu stellen, die man altersgerecht beantworten sollte.


    Auch die Erwachsenen können und sollten von sich aus versuchen, Filme mit den Kindern zu besprechen und auszuloten, was in dem Film das Kind anders sieht bzw. was es nicht verstanden hat. Nur in einem Gespräch kann man das herausfinden.


    Bleibt das aber aus, verlieren sich die Kinder in Dinge, die nicht so sind wie sie erscheinen.


    Auch ist es ein riesen Unterschied, was für die Erwachsenen in den Filmen im Vordergrund steht. Kinder haben da ganz andere Maßstäbe was für sie wichtig ist und was sie sich deshalb auch in Erinnerung behalten


  • So ist es, nawati. Den sozialisierenden Bildungsauftrag für die Kinder haben in erster Linie die Eltern. Das sollte man keineswegs staatlichen Meinungsmachern wie ARD/ZDF, geschweige denn den privaten Sendern überlassen. Die Zeiten, wo das Fernsehen tatsächlich noch bildete, sind lange vorbei.


    BibelTV ist auch eine reine Showveranstaltung, um von den vielen Irrtümern und Widersprüchen zur biblischen Lehre abzulenken.

  • Ich denke auch, Kindern unter 12 sollte man solche Filme nicht zeigen. Unsere Tochter war bei dem Wilsberg Film 15 oder 16, voll in der Pubertät und man konnte nicht damit rechnen, solche Szenen vorzufinden bei Filmen die viele noch Jüngere zur Prime Time sehen. Außerdem empfahl ich Eltern immer gemeinsam zu schauen, um darüber zu reden. Aber bei Pubertierenden kann alles zu spät sein.Es den Kindern zu verbieten erlebten Freunde als nicht gut. Ihr Sohn übernachtete sehr gern bei seinem Freund und es stellte sich heraus, immer dann, wenn Filme kamen, die er nicht sehen durfte. Die Kinder wollen informiert sein und mitreden können. Es ist nicht einfach, die richtige Mischung zu finden. Diese Familie schaute mit ihm gemeinsam und er war kein Außenseiter in der Klasse.


    Das massivste war einmal meine Schülerin I., 6 Jahre. Sie waren etwa 6 Wochen vorher aus Russland gekommen. Wir wollten basteln und ich nahm eine Schere in die Hand. I. sprang auf und versteckte sich unter einem Tisch während des Unterrichtes, hielt sich die Hand vor die Augen. zum Glück waren andere Aussiedler in der Klasse, weil ich mit meinem wenigen Russisch nicht weiter kam. I. hatte am Abend vorher einen brutalen Film gesehen.
    Im Kollegium beobachteten wir vor allem montags, dass Kinder abwesend waren. Es passierte durchaus, dass man in der ersten Stunde eine Frage stellte und ein kleiner Kerl antwortete: " Der hat sie alle erschossen..!" Er hatte soinntags Polizeiruf gesehen.

  • Es ist kaum noch zu vermeiden, dass Kinder zu früh mit abartigen Formen sexualisierter Gewalt und Waffengewalt in Kontakt kommen. Bloße Verbote seitens der Eltern sind da allerdings der falsche Impuls. Alles, was verboten wird, wirkt zusätzlich spannend und verschärft die Neugier. Außerdem bewirkt es eine Entfremdung der Kinder zu den Eltern. Kinder fordern zu Recht eine gute Begründung für die Entscheidungen der Eltern, die ihnen altersgerecht vermittelt werden muss. Das ist keine einfache Aufgabe, weil auch jedes Kind einen anderen Charakter hat, aus dem sich individuell die Persönlichkeit entwickelt.

  • Genau so sehe ich es auch. Anders ist es bei Adoptiv- oder Pflegekindern. Im russischen Waisenhaus saßen die 2 Tanten den ganzen Nachmittag und schauten brutale Filme, während die Kinder auf dem Teppich dazwischen spielten, Herr der Ringe lief auch irgendwann, wenn wir zu Besuch waren. Da war es schwer, solch einem Kind klar zu machen, dass das bei uns nicht geschaut wird. Mit dem eigenen Sohn gab es keine Probleme und wenn "alle" Klassenkameraden etwas sehen durften, guckten wir es gemeinsam, sprachen darüber. Bei ihm konnten wir die Zeiten auch besser dosieren, als bei den Adoptiv- und Pflegekindern, die zu Hause ständig einen laufenden Fernseher gewohnt waren.
    Wir kümmerten uns einmal um eine aramäisch Familie, die eine Freikirche besuchten und sich Christen nannten. Beim Mittagessen lief ein Porno im Fernseher. Da ihnen das wichtig war, brachen wir den Kontakt ab, denn unser damals etwa 8- Jähriger sollte das nicht sehen. Dann mussten sie eben allein sein mit ihren 7 Kindern.
    In der Ukraine war es schlimm, weder im Restaurant noch im Zug oder Kaufhaus ging es ohne lauten Fernseher und es liefen haarsträubende Filme und viel kommunistische Propaganda. Nachdem wir etwa 30 Tage dort waren, fand ich den Mut m Flughafenreataurant in Borispol, den Kellner zu bitten, es leise zu stellen. Er tat das, etwas kopfschüttelnd. Was dort 2-Jährige sehen müssen, ist wirklich schlimm.

  • Der 'Herr der Ringe' ist prima, genau wie 'Harry Potter' eine wunderbare Parabel über Freundschaft und Loyalität.

    "Ihr Menschen seid schwach und zerbrechlich! Wenn Euer Magen spricht, dann vergesst Ihr Euer Hirn!
    Und wenn Euer Hirn spricht, dann vergesst Ihr Euer Herz! Und wenn Euer Herz spricht, dann vergesst Ihr alles!"

  • Beide sind nicht geeignet für 3-5 jährige Kinder, die davon Alpträume bekommen können.
    Harry Potter sah ich nie, aber ich lieh mir alle Bücher von meinen Schülern, als ich bemerkte, dass einige Angstzustände davon bekamen. Ob die Filme anders sind, kann ich nicht beurteilen.

  • Ich denke auch, Kindern unter 12 sollte man solche Filme nicht zeigen. .

    Das liegt nun doch eher an den Erwachsenen, die die Filme vorranging anschauen wollen. Da versagen die Eltern, aber nicht das TV.


    Unsere Tochter war bei dem Wilsberg Film 15 oder 16, voll in der Pubertät und man konnte nicht damit rechnen, solche Szenen vorzufinden bei Filmen die viele noch Jüngere zur Prime Time sehen. Außerdem empfahl ich Eltern immer gemeinsam zu schauen, um darüber zu reden. Aber bei Pubertierenden kann alles zu spät sein.Es den Kindern zu verbieten erlebten Freunde als nicht gut. Ihr Sohn übernachtete sehr gern bei seinem Freund und es stellte sich heraus, immer dann, wenn Filme kamen, die er nicht sehen durfte. Die Kinder wollen informiert sein und mitreden können. Es ist nicht einfach, die richtige Mischung zu finden. Diese Familie schaute mit ihm gemeinsam und er war kein Außenseiter in der Klasse.

    Mit 15/16 Jahren sollte ein Teenager bereits über solche Dinge bescheid wissen und natürlich ist das nun auch kein Kind mehr.
    Auch in diesem Alter und in der Pupertät, sollten und können Eltern/Großeltern der Freund der Jugendlichen sein. Gerade auch deshalb, damit sie mit ihren Problemen zu ihnen kommen. Ist das nicht der Fall, dann lief etwas gehörig schief.


    Das massivste war einmal meine Schülerin I., 6 Jahre. Sie waren etwa 6 Wochen vorher aus Russland gekommen. Wir wollten basteln und ich nahm eine Schere in die Hand. I. sprang auf und versteckte sich unter einem Tisch während des Unterrichtes, hielt sich die Hand vor die Augen. zum Glück waren andere Aussiedler in der Klasse, weil ich mit meinem wenigen Russisch nicht weiter kam. I. hatte am Abend vorher einen brutalen Film gesehen.
    Im Kollegium beobachteten wir vor allem montags, dass Kinder abwesend waren. Es passierte durchaus, dass man in der ersten Stunde eine Frage stellte und ein kleiner Kerl antwortete: " Der hat sie alle erschossen..!" Er hatte soinntags Polizeiruf gesehen.

    Das alles hat doch gar nichts mit der im Eingangspost beschriebenen Situation zu tun.
    Hier verzettelst du dich und ziehst Dinge heran, die nicht im Zusammenhang stehen.

  • Nawati,
    ich denke, dass wir immer noch beim Thema sind, denn es geht um Filme, die schädlich sind für Kinder, der letzte " Bergdoktor" war einer davon, womit ich nie gerechnet hätte.


    Was du schreibst ist ein Idealfall, der in vielen Familien nicht zutrifft. Wir hatten 9 Pflegekinder und gerade in der Pubertät reagieren Kinder nicht normal, wenn es um sexuelle Dinge geht. Ich erinnere mich, vor Jahren etwas vor einer 9. Klasse gelesen zu haben, wo von Pfeil und Köcher die Rede war. Ich konnte den Unterricht nicht fortsetzen, so laut war das Gelächter. Die Praxis sieht anders aus. Einigen der angenommenen Kinder ging es ähnlich wie ein paar anderen im Dorf oder einer ehemaligen Schülerin, sie wurden missbraucht. In solchen Fällen kommt natürlich das Trauma wieder hoch. Dabei geht es keinesfalls um mangelnde Aufklärung, bereits unsere Enkel spielten vor ein paar Tagen Wehen und Geburt. Heute ist man informiert. Das in der Praxis zu sehen im TV ist etwas anderes. Auch gute Eltern können nicht alles kontrollieren, denn die Kinder besuchen Freunde, In der Grundschule ist es in, woanders zu übernachten am Wochenende. Eine 6-jährige Freundin unserer Tochter hatte einen eigenen Fernseher. wer soll das kontrollieren, was die 3 Kids, die zusammen waren, da schauten ohne, dass Erwachsene im Raum waren? Wenn beim Bergdoktor viele unverheiratet zusammen leben, so ist das heute nichts Anstößiges mehr, was ein Kind belastet,auch wenn ich als Christ für Ehe bin.

  • Zitat

    Auch gute Eltern können nicht alles kontrollieren, denn die Kinder besuchen Freunde, In der Grundschule ist es in, woanders zu übernachten am Wochenende. Eine 6-jährige Freundin unserer Tochter hatte einen eigenen Fernseher. wer soll das kontrollieren, was die 3 Kids, die zusammen waren, da schauten ohne, dass Erwachsene im Raum waren? Wenn beim Bergdoktor viele unverheiratet zusammen leben, so ist das heute nichts Anstößiges mehr, was ein Kind belastet,auch wenn ich als Christ für Ehe bin.


    Siehst du, du gehtst davon aus, dass man kontollieren "muss", ich gehe davon aus, dass Kinder ein gewisses Grundvertrauen in die Eltern/Großeltern haben, so dass sie auch kommen, wenn sie etwas nicht verstehen oder ein Problem haben, das gilt auch ganz allgemeinn.
    Das alleine liegt an den Eltern/Großeltern/Erziehungsberechtigten.


    Ich finde es auch nicht schlimm, wenn in einem Film(!) dazu geraten wird, eine toxische Beziehung aufzugeben. Denn die Kinder sollten durch die Erwachsenen in ihrer Umgebung genau wissen, was der Unterschied ist, zwischen Film und realem Leben.
    Das widerum liegt aber an den Erwachsenen zu erklären - und ja, diese Szenen ist auch die Realität im realen Leben.


    Es ist nicht verwerflich einen Fehler in der Auswahl des Partners innerhalb der Beziehung zu machen, verwerflich finde ich das eher, wenn man keine Konsequenzen daraus zieht und sich "zwingt" in der Situation zu verharren. Das geht am Leben einfach vorbei und schadet der eigenen Persönlichkeit, was widerum Auswirkungen auf die ganze Umgebung haben kann, einschließlich evtl. vorhandener Kinder.


    Warum dann nicht auch aufgreifen und mit Kindern/Jugendlichen darüber sprechen?


    Und auch die Sexualität von der du gesprochen hast (Wilsberg), ist nicht verwerflich, sie ist eben aus dem realen Leben.
    Kann man schon machen (wenn sie ohne Erwachsene TV oder sonstwas schauen), in dem man fragt, was sie sich angeschaut haben und sich die Filme schildern lässt.
    Dadurch ergibt es sich einfach, dass man Fragen stellt und auf die Situationen eingeht. Die Zeit sollte einfach vorhanden sein und man sollte sie sich auch nehmen. Eigentlich müsste auch ein verändertes Verhalten auffallen, so dass man den Faden aufnehmen kann.



    Es bringt doch nichts, wenn man die Kinder/Jugendlichen einfach sich selbst überlässt und auch nicht auf das eingeht, was sie ohne die Erwachsenen erleben. Und nein, das ist kein Idealfall, in meinen Augen ist genau da von den Erwachsenen die Aufgabe bei solchen Dingen hinterher zu sein, vor allem, wenn man doch weiß, dass die verbotenen Früchte locken.


    Auf der anderen Seite bringt es auch nichts, sich als Helikopter-Eltern übermässig Sorgen zu machen und sich von daher selbst zu ängstigen und die Kinder dadurch in ihrer Entwicklung zu behindern.


    Erziehung heisst für mich, Vorbereitung auf ein eigenständiges Leben innerhalb der Gesellschaft und das hat etwas damit zu tun, wie sich die einzelnen Gesellschaftsmitglieder auch verhalten. Welche Fehler sie machen und was sie auch Gutes tun. Kinder/Jugendliche sollen darauf vorbereitet werden/sein.

  • Nawati,
    ich denke, dass wir immer noch beim Thema sind, denn es geht um Filme, die schädlich sind für Kinder, der letzte " Bergdoktor" war einer davon, womit ich nie gerechnet hätte.


    Ich habe es nicht gesehen, aber ich glaube nicht, dass der "Bergdoktor" schädlich für Kinder ist.


    Was du schreibst ist ein Idealfall, der in vielen Familien nicht zutrifft. Wir hatten 9 Pflegekinder und gerade in der Pubertät reagieren Kinder nicht normal, wenn es um sexuelle Dinge geht.


    Du irrst, wenn du das glaubst. Pubertät und das manchmal merkwürdige Verhalten von Jugendlichen ist völlig normal.



    Ich erinnere mich, vor Jahren etwas vor einer 9. Klasse gelesen zu haben, wo von Pfeil und Köcher die Rede war. Ich konnte den Unterricht nicht fortsetzen, so laut war das Gelächter. Die Praxis sieht anders aus. Einigen der angenommenen Kinder ging es ähnlich wie ein paar anderen im Dorf oder einer ehemaligen Schülerin, sie wurden missbraucht. In solchen Fällen kommt natürlich das Trauma wieder hoch. Dabei geht es keinesfalls um mangelnde Aufklärung, bereits unsere Enkel spielten vor ein paar Tagen Wehen und Geburt. Heute ist man informiert. Das in der Praxis zu sehen im TV ist etwas anderes. Auch gute Eltern können nicht alles kontrollieren, denn die Kinder besuchen Freunde, In der Grundschule ist es in, woanders zu übernachten am Wochenende. Eine 6-jährige Freundin unserer Tochter hatte einen eigenen Fernseher. wer soll das kontrollieren, was die 3 Kids, die zusammen waren, da schauten ohne, dass Erwachsene im Raum waren? Wenn beim Bergdoktor viele unverheiratet zusammen leben, so ist das heute nichts Anstößiges mehr, was ein Kind belastet,auch wenn ich als Christ für Ehe bin.


    Meine Tochter fragte ich mit fünf, was "Prostituierte" seien. Hatte sie irgendwo in der Schule aufgeschnappt.


    Ich such also nach kindgerechten Worten, brech' mir echt einen ab, da unterbricht sie mich mitten im Satz und sagt: "Ach, du meinst Nutten."


    Heute studiert sie Neurologie und Psychologie an einer bayrischen Exzellenzuniversität. So sehr kann ihr das Wissen um gewisse biologische Vorgänge also nicht geschadet haben.

    "Ihr Menschen seid schwach und zerbrechlich! Wenn Euer Magen spricht, dann vergesst Ihr Euer Hirn!
    Und wenn Euer Hirn spricht, dann vergesst Ihr Euer Herz! Und wenn Euer Herz spricht, dann vergesst Ihr alles!"

  • Grubi,
    im Prinzip halte ich den Bergdoktor mit den herrlichen Naturaufnahmen nicht für schädlich. Die merkwürdige Moral in der letzten Sendung schadet, da Werte wie Treue und Vergeben mit Füßen getreten werden von dem Schwarm mancher Mädchen, Hans Sigl.
    Im übrigen ist das Urvertrauen, das Narati erwähnt, vielen Kindern verloren gegangen. Keins unserer Pflege- und Adoptivkinder hatte es, teilweise hatten sie sehr früh Todesängste und wurden traumatisiert. Beim eigenen Kind konnte man über alles sprechen. Bei einem anderen, inzwischen erwachsenen, wurde mir gerade heute wieder eine Alibistory aufgetischt....Mit gestörten Kindern kann man kaum vertrauensvoll austauschen, der Fernseher hat Recht, andere Erwachsene wollen nur Schlechtes, das sitzt sehr tief.

  • Das ist aber ja gerade die Frage.


    Ist die Möglichkeit, dass sich zwei Menschen nicht mehr lieben, "merkwürdig" oder Anerkennung der gesellschaftlichen Realität?


    Ich steh ja auf gesellschaftliche Vielfalt, nicht auf einen ideologischen oder religiösen Einheitsbrei für alle. Eine solche Vorstellung funktioniert heutzutage nicht mehr. Nicht einmal z.B. bei Bischöfin Käßmann.

    "Ihr Menschen seid schwach und zerbrechlich! Wenn Euer Magen spricht, dann vergesst Ihr Euer Hirn!
    Und wenn Euer Hirn spricht, dann vergesst Ihr Euer Herz! Und wenn Euer Herz spricht, dann vergesst Ihr alles!"

  • [size=12]Das ist aber ja gerade die Frage.


    Ist die Möglichkeit, dass sich zwei Menschen nicht mehr lieben, "merkwürdig" oder Anerkennung der gesellschaftlichen Realität?

    Es ist beides. Klar, auf der einen Seite erkennt man den Zeitgeist an... auf der anderen Seite ist es schon merkwürdig, denn die Einhaltung biblischer Grundsätze führt zu einer anderen Qualität von Liebe, als das, was heute schnell als Liebe bezeichnet wird und kaum noch über ein "Verliebtsein" hinauskommt. Die Qualität der Liebe zeigt sich gerade in schwierigen Situationen. Wer da gleich vom "Aufgeben einer toxischen Beziehung" spricht, hat von der Liebe ohnehin nichts verstanden.

  • Du meinst von deiner Vorstellung von Liebe. Es gibt aber auch andere Vorstellungen und wenn sich ein Partner in einer Beziehung in einen anderen Menschen verliebt, kann man da gar nichts machen. Das ist kein 'Zeitgeist', sondern Anerkennung der Tatsachen.

    "Ihr Menschen seid schwach und zerbrechlich! Wenn Euer Magen spricht, dann vergesst Ihr Euer Hirn!
    Und wenn Euer Hirn spricht, dann vergesst Ihr Euer Herz! Und wenn Euer Herz spricht, dann vergesst Ihr alles!"

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