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Mittwoch, 21. Februar 2018, 16:34

Keine Alternative für Christen

Zitat


Kommentar

16. Februar 2018

Keine Alternative für Christen

Zur Rede des AfD-Vorsitzenden in Sachsen-Anhalt, André Poggenburg, am Aschermittwoch – Ein Kommentar von Dennis Pfeifer. Er ist Chef vom Dienst bei der Evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar).
Für Christen beginnt am Aschermittwoch die Passionszeit. Eine Zeit der Besinnung und Buße. In der Politik steht der Aschermittwoch dagegen für eine Abrechnung mit dem politischen Gegner. Da wird schon mal deftig ausgeteilt. Das gehört zum Geschäft. Doch was sich dieses Jahr auf einer Veranstaltung der AfD im sächsischen Nentmannsdorf ereignete, schießt weit über das Ziel hinaus. André Poggenburg, Vorsitzender der AfD in Sachsen-Anhalt, bezeichnete dort Türken und Deutsche mit türkischen Wurzeln als „Kümmelhändler“ und „Kameltreiber“. Sie sollten „sich dahin scheren, wo sie hingehören, weit, weit, weit hinter den Bosporus zu ihren Lehmhütten und Vielweibern“. Hier hätten sie nichts zu suchen und zu melden. Gegröle im Saal: „Abschieben! Abschieben!“, skandiert das Publikum. Menschen mit doppelter Staatsbürgerschaft nannte Poggenburg „vaterlandsloses Gesindel, das wir hier nicht länger haben wollen“. Er weiß genau, welche Knöpfe er bei seinen Zuhörern drücken muss. Er beherrscht die Kunst des Spaltens, des Gegeneinanderausspielens. „Wir gegen die“, lautet die Devise. Wie weit weg ist dieses Verhalten doch von der Botschaft Jesu! Nächstenliebe, Barmherzigkeit, Vergebung – dafür ist bei Poggenburg kein Platz. Wer Minderheiten diskriminiert und beleidigt, wer Fremdenhass und Rassismus schürt, der ist für Christen wahrlich keine Alternative.

Das hat mit dem christlichen Abendland nichts zu tun

Der AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen deckelt sanft: „Die Wortwahl André Poggenburgs geht deutlich zu weit und hätte nicht vorkommen sollen.“ Richtig, Herr Meuthen! Doch ist das nicht die erste Entgleisung. Jetzt helfen keine Abmahnungen mehr. Wollte die AfD eine bürgerliche Alternative sein, hätte sie sich längst stärker von Funktionären wie Poggenburg distanzieren müssen. Meuthen selbst sprach am Aschermittwoch in Osterhofen (Niederbayern). Er übte Kritik an der CDU. Die „einstmals große konservative Partei, die einmal von christlich-abendländischer Werthaltung geprägt war“, erlebe einen Niedergang und biete einen „erbarmungswürdigen Anblick“. Nun, sein Parteifreund Poggenburg scheint ganz und gar nichts von christlich-abendländischen Werten zu halten. Seine Rede ist nicht erbarmungswürdig, sondern schlicht abscheulich.

Nach der heftigen Kritik an ihm sprach Poggenburg übrigens von „zugespitzter Politsatire“. Ihm liege „eine direkte Beleidigung oder Herabsetzung anderer Nationalitäten völlig fern“. Diese „Entschuldigung“ ist wohl die wahre Satire.
(Der Autor, Dennis Pfeifer, ist Chef vom Dienst bei der Evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar).)

https://www.idea.de/spektrum/detail/keine-alternative-fuer-christen-104282.html
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Liebe Grüße
Günter ;)

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Andreas

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2

Montag, 26. Februar 2018, 13:26

Da gebe ich dir vollkommen Recht Günter.Sowas darf Mann nicht sagen ,und ich entschuldige mich als AFD Wähler über so unmenschliche Aussagen.Ich und über 6 Millionen Wähler haben die AFD gewählt weil viele Sachen einfach nicht mehr stimmen in Deutschland. Die meisten von diesen Menschen sind keine Nazis.Bitte Glaubt mir!Ich muss mich auch manchmal selber Prüfen wo ich noch stehe,wenn ich böse Sachen von Flüchtlingen höre.Dabei hilft mir das Gebet und der Glaube an unsern Herrn Jesus Christus.Die Menschenwürde ist immer zu waren,wenn ich das nicht mache bin ich alles mögliche aber bestimmt kein Christ ,oder zumindest kein guter!
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Gera

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3

Montag, 26. Februar 2018, 16:57

Meine Familie ist vaterlandsloses Gesindel, mein Mann ist Niederländer, die Tochter Ukrainerin und hat durch mich auch einen deutschen Pass. Hut ab vor denen, die erkennen, was sie mit der Wahl der AFD angerichtet haben. Viele Christen sind leider immer noch überzeugt, christliche Werte gewählt zu haben.
Schalom - Friede mit euch - peace - la paix, allen, die es lesen!

Gera