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1

Sonntag, 13. November 2016, 07:11

Was errettet den Menschen?

Immer wieder höre ich von Christen, dass man doch das und das tun müsse, um gerettet zu werden! Aber stimmt das eigentlich?

Es wird dieser Tage viel über Luther geredet und manches völlig zurecht kritisiert. Doch, so meine ich, hatte Luther mit vielen geistlichen Erkenntnissen auch sehr Recht: "Rechtfertigung allein aus Glauben"

Was denkt Ihr?
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Liebe Grüße
Günter ;)

Atempause

2

Sonntag, 13. November 2016, 07:16

Als Gedankenanstoß hier noch ein paar Gedanken:

Zitat


„Wie bekomme ich einen gnädigen Gott? Wie werde ich vor Gott gerecht?“ – dies ist die Frage, die Martin Luther so lange Zeit beschäftigte. Für ihn war sie eine sehr persönliche und existentielle Frage. Er stellte sie sich nicht aus rein philosophischem und theologischem Interesse – sondern aus Angst. Aus Angst, vor Gott im Jüngsten Gericht nicht bestehen zu können – und von ihm zur ewigen Verdammnis verurteilt zu werden. Aus Angst, dass alle seine guten Werke, seine Selbstkasteiungen, ja selbst sein Leben als Mönch nicht ausreichen würden, um Gott gnädig zu stimmen.

Martin Luther teilte damit die Angst vieler Menschen der damaligen Zeit. Denn viele Predigten schürten die Angst vor der ewigen Verdammnis. So wurden Höllenszenen und die Qualen des Fegefeuers sehr plastisch in kleinen Theaterstückchen dargestellt. Gellende Schreie, Feuer und Darstellungen des Teufels, der mit Freude die armen Verstorbenen quält – wer wollte da keine Angst bekommen?!


Der Ablasshandel der Kirche blühte. Schließlich wurde den Menschen versprochen, dass durch den Kauf eines Ablassbriefes den verstorbenen Angehörigen aus der Hölle geholfen, sowie das eigene Leben vor der Hölle gerettet werden könne.

Martin Luther war jedoch zutiefst davon überzeugt, dass Gott sich nicht durch ein paar Münzen bestechen lässt, und die Seele aus der Hölle holt
.
Aber wie, wie konnte er Gott denn dann gnädig stimmen, wenn die eigenen guten Werke nie reichen würden und auch ein Ablassbrief keine Rettung bringen könnte?

Martin Luther studierte die Bibel – Wort für Wort. Las, was für eine frohe Botschaft sie enthielt – und entdeckte Worte in ihr, die ihn erkennen ließen, auf welche Weise er selbst – und der Mensch an sich – einen gnädigen Gott bekommen kann.

Er erkannte, was sein Leben und sein Gottvertrauen veränderte: allein aus Gnade und allein aus Glauben wird der Mensch von Gott gerecht, also frei gesprochen, wird gerettet vor Hölle und Verdammnis, wird befreit von der eigenen Schuld.


http://www.ekiba.de/html/content/rechtfe…us_glauben.html
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Liebe Grüße
Günter ;)

Atempause

Kisehel

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3

Sonntag, 13. November 2016, 10:20

Lieber Günter

es ist ja schon erstaunlich, dass man sich Jahrzehnte mit dieser Frage auseinandersetzen kann und darob verpasst, im Glaubensleben weiter zukommen. Wir hatten mal eine Diskussion über Kindernahrung und feste Speise - erinnerst Du Dich? Das hier ist verdünnte Muttermilch.

Verdünnte Muttermilch deshalb, weil der Satz "Durch Glauben allein seid ihr gerecht" komplett verwässert ist. In der Bibel steht das so nicht. Richtig heisst es: "Durch Glauben seid ihr gerechtfertigt, nicht durch Werke" Das "allein" ist eine pure Erfindung Luthers, was selbst Theologen zugeben.

Doch was heisst "... nicht durch Werke"? Welche Werke sind da gemeint? Der Römerbrief ging erst mal an die Juden. Und die Juden waren so erzogen worden, dass das Einhalten des Gesetzes (Talmud) die alleinige Gerechtigkeit vor Gott ergibt. Bei den Werken geht es also um die Gesetzeswerke, um gerecht zu werden. Nun ist es aber so, dass die wenigsten von uns Juden sind und die wenigsten von uns versuchen, durch den Talmud gerecht zu werden. Also besteht für uns keinerlei Notwendigkeit, uns den Kopf zu zerbrechen, mit welchen Gesetzeswerken wir uns befassen sollten.

Es gibt aber noch andere Werke, ausser den jüdischen Gesetzeswerken. Es gibt zum Beispiel die Werke der Nächstenliebe. Und wenn wir vom Glauben sprechen, der ohne Werke auskommt, dann ist es dasselbe, wie wenn wir einen Ferrari in der Garage haben, welchem der Motor ausgebaut ist. Glaubenswerke sind der Motor des Glaubens. Zu was ist der Glaube nütze, wenn er keine Werke gebiert?

Du siehst, über die Formulierung "Durch Glauben allein seid ihr gerecht" zu dieskutieren führt zu gar nichts. Höchstens dazu, wie ich es fast täglich erlebe, dass gewisse Christen immer wieder von sich geben "ich brauche überhaupt nichts zu tun, der Heilige Geist tut alles". So kann eben die beste und schönste Lehre zur Irrlehre werden.

Dann kommt noch eines hinzu. Hat Jesus einmal gesagt, dass es der Glaube allein ist, der in den Himmel verhilft? Hat er nicht vielmehr immer wieder vom TUN gepredigt, zum Beispiel in der Bergpredigt? Heisst es nicht vielmehr "nach ihren WERKEN" werdet ihr gerichtet", oder heisst es irgendwo, "nach ihrem Glauben werden sie gerichtet"?

Der dumme Spruch von Glauben allein ist eine Karikatur der Frohen Botschft!

Lieben Gruss
Hans

Gera

Moderatorin

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Über mich: ich bezeuge gern, dass Jesus Christus lebt und regiert

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4

Montag, 14. November 2016, 16:45

Es ist immer schwierig, einen einzelnen Satz aus dem Kontext zu nehmen und dann eine Lehre darauf aufzubauen.

Luther wandte sich zu Recht gegen den Geldablass. Gebt für den Bau des Petersdoms und eure Seele kommt in den Himmel! Es war gut, diese Irrlehre zu bekämpfen.

Dazu haben wir die komplette Bibel, die aufzeigt, dass Glaube ohne Werke tot ist.
Schalom - Friede mit euch - peace - la paix, allen, die es lesen!

Gera