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Gera

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Sonntag, 22. November 2015, 09:16

Einmischen oder nicht?

Heute Nacht wurde ich wach und dachte an eine Situation vor ca 20 Jahren im Missonswerk Lebendiges Wort. Unser Sohn spielte öfter mit dem Sohn eines Mitgliedes. Eines Tages sprach sich dessen Mutter bei mir aus und bat mich, zum Pastor zu gehen und dringend diese Missstände zu nennen. Ihre Aussagen erschienen mir glaubhaft, einen Beweis hatte ich als Gast natürlich nicht. Diese Frau war sehr enttäuscht, dass ich mich weigerte, ihren Pastor anzusprechen. Ich sagte, sie sei Mitglied und könne das sagen, habe evtl. sogar eine Verantwortung. Als Gast habe ich kein Recht dazu. Wenig später verließ dieses engagierte Mitglied die Nachfolge Jesu und ich fragte kürzlich ihre Verwandten, wie es geht, Sie ist geschieden, lebt mit einem Mann zusammen und lebt keine christliches Leben mehr. Mit Sicherheit war meine Weigerung nicht der Haupttgrund dafür, möglcherweise ein Stein dazu.

Es bleibt die Frage, ob sich ein Gast in die Angelegenheiten einer Gemeinde einmischen sollte, ob er Verantwortung dafür trägt oder ob es unpassend ist, Kritik zu artilulieren, wenn man sich nicht zu der Gruppe bekennt. Wie würdet ihr handeln?
Schalom - Friede mit euch - peace - la paix, allen, die es lesen!

Gera

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2

Donnerstag, 26. November 2015, 18:28

Hallo Gera!

Das ist eine ganz, ganz schwierige Frage.
Bei uns herrscht die Meinung vor, dass wir uns nicht einmischen sollen in die Angelegenheiten einer anderen Gemeinde.

Was die konkrete Situation mit der Frau betrifft, die Missstände erkannt hat, aber sich nicht getraut hat, selbst mit dem Pastor zu reden:
Ich kann sie gut verstehen, ich bin auch ganz, ganz schlecht darin, jemanden auf seine Fehler anzusprechen.

ABER:
DU BIST NICHT SCHULD, DASS DIESE FRAU IHREN GLAUBEN VERLASSEN HAT!!!

Wir Christen haben in JEDER Situation die Wahl, ob wir geistlich oder fleischlich reagieren!

Es sieht aus, als habe die Frau den Weg der Rebellion gewählt.
Wäre sie stattdessen ins Gebet gegangen und hätte ihr Herz bei Gott ausgeschüttet, hätte dieser ihr einen Weg gezeigt, wie sie mit dem Problem umgehen soll. Ganz gleich, was Gott in so einer Situation sagt: Ist man gehorsam, stärkt dies die Beziehung zu Gott und man wächst im Glauben.

Wirft man aber den Glauben weg und schmeißt seine Ehe gleich hinterdrein, zeigt dies, dass man selbst den falschen Weg gewählt hat und nicht besser ist als jene, die man gerade noch so heftig kritisiert hat.

Das ist zumindest meine Meinung.

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Gera

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3

Freitag, 27. November 2015, 08:24

Wenn wir uns bekehren, sind wir geistliche Babys und ein Baby muss umsorgt werden, es will nur haben und ist hilflos. Wenn ein Baby vernachlässigt wird, so schädigt das das Gehirn auf Lebenszeit und das Kind wird beziehungslos. Ich frage mich, ob nicht viele solcher Probleme wie diese Frau sie hatte, daher kommen, weil die Neugeborenen keine gute geistliche Kost bekommen in vielen Gemeinden, da war das MLW sicher nicht das einzige.Es fehlen Väter und Mütter in Christus. Hätte sie zu einer solchen Mutter gehen können, wäre evtl. nicht alles so eskaliert bei ihr. Die geistliche Mutter hätte mit dem Pastor reden können. Hätten das mehr Leute getan, vielleicht wäre dieses Werk nicht so auseinandergeflogen.

Ich war damals Pastorin einer kleinen Gemeinde im Haus und von mir hätte sich der Pastor nichts sagen lassen. Aber wo waren die offenen Ohren geistlicher Eltern? Blieben Beziehungen in der Gemeinde auf der Strecke, wie es oft ist bei den vielen Programmen? Diese Frau absolvierte treu die Programme, gab den Zehnten...Wer mischte sich bei ihr ein in ihrer Krise? Ich gebe damaligen Mitgliedern Mitverantwortung.

Im übrigen war bekannt, dass die Scheidungsrate im MLW extrem hoch war, der Pastor soll sehr schnell dazu geraten haben, seine Nichte, Sekretärin dort, war ein Jahr verheiratet, hatte schnell den nächsten Ehemann und blieb angestellt im MLW. Wo waren sie, die leitenden Mitglieder? Als Mitglied hat man meiner Meinung nach eine Verantwortung, als seltener Gast konnte ich nichts tun. Mitglieder sollten sich einmischen und versuchen, die Wahrheit des Evangeliums zu wahren.

Ich hoffe, dass wir es in unseren Hausgemeinde besser machen und wirklich der Hüter unseres Bruders sind, aufeinander achten, auch in Liebe ermahnen.
Schalom - Friede mit euch - peace - la paix, allen, die es lesen!

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4

Freitag, 27. November 2015, 11:17

Die Anonymität großer Gemeinden

Ich kenne die Anonymität großer Gemeinden. Für gewisse Leute fühlt sich einfach niemand zuständig. Die können wegbleiben, und keiner fragt nach, die können sich Predigtkassetten von Irrlehrern anhören, und niemand bemerkt die Vergiftung, die verhungern geistlich, und keinen interessiert es.

Das sind einige der Punkte, die sehr stark für Hausgemeinden (einfache Gemeinden) sprechen, dort können derartige Probleme rasch erkannt und behoben werden.

Wenn bei uns in der Hausgemeinde jemand was sagt oder tut, was der Bibel widerspricht, wird er darauf angesprochen. Wir sind alle noch auf dem Weg, wir machen alle noch Fehler, und auch unsere Erkenntnis ist Stückwerk, deshalb passieren jedem von uns noch solche Schnitzer.
Wir haben uns verpflichtet aufeinander aufzupassen, einander zu unterstützen und zu fördern, wir tun das auch nach Kräften - und das Resultat ist, dass ich bei allen unseren Gemeindegliedern geistliches Wachstum feststellen kann.

Die mangelernährten Christen aus großen Gemeinden sind eine schwere Last auf meiner Seele. Ich muss mich wirklich wieder in die Fürbitte für sie begeben, damit ich den Weg finde und Weisheit und Kraft erhalte ihnen zu helfen.

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Freitag, 27. November 2015, 14:34

Das ist die Frage: Sollen wir beten, dass sich in den alten Gemäuern etwas ändert und Menschen Verantwortung übernehmen?

In einer nahen Großstadt gibt es eine Gemeinde, die nicht wünscht, dass andere Seelsorge machen. Ich machte früher immer zur Bedingung, dass deren Mitglieder ein paar Wochen zu uns in die Hausgottesdienste kamen, dann gehörten sie zu uns und ich nahm mir die Freiheit, ihnen zu dienen und kümmerte mich nicht um deren Mitgliedschaft anderswo. In Streitigkeiten innerhalb deren Gemeinde mischte ich mich nicht ein.
Schalom - Friede mit euch - peace - la paix, allen, die es lesen!

Gera