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Montag, 11. Dezember 2017, 10:19

ATEMPAUSE (Montag, 11.12. 2017) “Alles gleich-gültig und konsequenz-los!?!“ - Sacharja 5, 1-11

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Liebe Grüße
Günter ;)

Atempause

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Dienstag, 12. Dezember 2017, 09:27

Ich weiß nicht. ob es erlaubt ist, sich hier zu einer Andacht zu äußern. Ich versuche das einfach mal.

Ich finde, daß diese Auslegung zu gesetzlich ist und nur schlecht in die Adventszeit paßt. Hinzu kommt, daß ich getauft wurde und mir damit die Vergebung meiner Schuld zugesprochen wurde. Wie ich schon vor Jahren im Konfirmandenunterricht erfuhr, muß mir da niemand mehr mit Strafen und so drohen. Durch die Taufe wurde ich Christ und erhielt die Vergebung geschenkt. Hier habe ich es deshalb besser als die Juden!

Gera

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3

Dienstag, 12. Dezember 2017, 19:07

Wilfried,

wir haben es gemeinsam gehört, nachdem ich dein Posting gelesen habe und mein Mann und ich stimmen dir zu. Advent, ankommen, sich vorbereiten, welch schöne Zeit der Vorfreude auf das Fest des Kommens des Erlösers! Diese Drohbotschaft hat damit nichts zu tun und dann ist sie auch noch langweilig vorgetragen, so dass man fast einschläft.

Am Samstag hörten wir im Livestream vom Glaubenszentrum im Vorweihnachtsgottesdienst eine Botschaft von Daniel Hascher, die war lebendig und gekonnt vorgetragen. Man konnte einfach diesem Jugendleiter zuhören und kam nicht auf die Idee, zu schlafen. So stelle ich mit Verkündigung vor.
Schalom - Friede mit euch - peace - la paix, allen, die es lesen!

Gera

4

Mittwoch, 13. Dezember 2017, 14:10

Liebe Gera,

eine Bemerkung zu Deiner Kritik am Stil des Vortrages von Steffen Kahl. Wir, Gera, kennen uns seit vielen Jahren und sind uns persönlich in Bookholzberg begegnet. Deshalb weißt Du sicherlich auch, dass ich gute Rhetorik liebe. In der Politik mochte ich gerne Leute wie Herbert Wehner, Franz-Josef Strauß, Helmut Schmidt, Joschka Fischer und Oskar Lafontaine hören. Auch wenn ich mit ihren Inhalten, besonders mit FJS, oft überhaupt nicht übereinstimmte. Inzwischen kenne ich in der Politik außer Gregor Gisy niemanden mehr, der spannend redet.


Im christlichen Bereich gab bzw. gibt es gute Redner wie z. B. Wolfgang Dyck, Klaus Vollmer, Ulrich Parzany und andere. Diese Begabungen sind wichtig für die Verkündigung, um dem Glauben fern stehende zu erreichen, also für Evangelisationen.


Für Unterweisungen im Glauben, die an Christen gerichtet sind, halte ich das nicht für erforderlich. Hier geht es um den Inhalt und die Auslegung. Zu viel Rhetorik könnte da nach meinen Erfahrungen sogar schaden, weil sich die Zuhörer dann oft in den Emotionen wohl fühlen, statt sich mit den Inhalten zu befassen. Da bleibt man dann leider oft in den Anfangsgründen des Evangeliums stehen und geht nicht weiter in die Tiefe. So ist es leider oft bei Pfingstlern und Charismatikern.


Pastor Dr. Olaf Hansen war Dozent und Leiter der Evangelistenschule Johanneum, Wuppertal, später Leiter des Missionsseminars Hermannsburg der Hermannsburger Mission, heute ELM. In Hermannsburg lernte ich Pastor Dr. Hansen 1974 persönlich kennen und nahm in den folgenden Jahren an mehreren Freizeiten mit ihm teil. Pastor Dr. Hansen war wirklich kein guter Rhetoriker. Das war aber auch nicht wichtig, denn er hatte so viel zu sagen. Seine Auslegungen und Vorträge waren sehr, sehr lehrreich und informativ! Dr. Hansen hatte schon in seiner Zeit beim Johanneum viele bekannte Evangelisten sehr geprägt, unter ihnen Klaus Vollmer und Klaus Eickhoff. In Hermannsburg ging das dann weiter. Ich kannte damals viele Studierende, die immer in den höchsten Tönen von Pastor Dr. Olaf Hansen sprachen. Sie haben bei ihm sehr, sehr viel gelernt und erhielten vor allem viele gute Denkansätze durch ihn.


Warum schreibe ich das hier? Nun, ich möchte klarmachen, dass es bei geistlicher Zurüstung wirklich nicht auf eine packende Rhetorik ankommt. So hatte auch der Hamburger Theologe Prof. Helmut Thielicke sicherlich nicht die packendste Rhetorik. Das störte seine Studenten aber nicht. Denn, darum ging es nicht, Thielicke er hatte sehr, sehr viel zu sagen! Das wurde mir von vielen immer wieder bestätigt.


Die "Atempause" von Steffen Kahl verstehe ich vorrangig nicht als Evangelisation, sondern als tägliche Unterweisung für Leute, die schon Christen sind. Da ist sie sehr informativ und lehrreich. Mir und Inge gefällt die Art und Weise von Kahls Vorträgen übrigens sehr gut! Wir finden auch nicht, dass die Auslegungen von Kahl " langweilig vorgetragen" werden. Wer dabei "fast einschläft" kann vermutlich ohne emotionale und rhetorische Aufputschungen nicht mehr eine Auslegung bewusst anhören. Das muss aber jeder mit sich selber ausmachen. Es muss ja auch keiner die "Atempause" anhören. Da ist ein Angebot für diejenigen, die das gerne nutzen und dazulernen möchten.

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Liebe Grüße
Günter ;)

Atempause

Gera

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5

Mittwoch, 13. Dezember 2017, 18:56

Günter,

ich habe Homiletik, also Predigt, an der Uni Mainz studiert und damals Regens Koitz, heute Bischof in Hildesheim, lehrte uns 3 Jahre lang, wie man vorträgt und betont. Nach den mir vertrauten Gesichtspunkten war diese Lehre vielleicht inhaltlich gut, aber nicht gut vorgebracht. Persönlich betone ich lieber die Gnade anstatt die Drohungen zu lehren. Uns war es zu düster, aber das mag auch an meinem Hintergrund liegen. Möglicherweise hat die ev. Kirche andere Schwerpunkte, als ich sie in der kath. lernte.

Da Menschen unterschiedlich sind, kann ich mitvollziehen, dass manchen auch dieser Stil gefällt. Vielfalt ist gut.

Viele Charismatiker, da gebe ich dir Recht, ziehen eine Show ab und amüsieren die Zuhörer. Einige sprechen 90 Minuten ohne etwas auszusagen. Bei Billy Smith kommt man manchmal nicht aus dem Lachen raus und wir haben auch schon eine Versammlung verlassen, weil er in über 30 Minuten nichts Aussagekräftiges gebracht hat und das war im Glaubenszentrum, das wir schätzen. Wenn ich lachen will, schaue ich mir eine Komödie an. Nun hoffe ich, dass seine vielen Fans mich jetzt am Leben lassen. Eine charismatische Pastorenfrau besaß einmal die Frechheit, mir zu sagen, ich solle von ihr und ihrem Mann Predigen lernen. Bei ihnen entdeckte ich nie eine Zielsetzung, es war ein einziges Durcheinander an Gedankengängen, die Leute gut fanden. Aber wie sollten sie es können ohne jegliche Ausbildung. Derer gibt es viele in der Charismatik und sie schaden den Nachfolgern Jesu.

Parzany spricht gut, ihm kann man zuhören und viel lernen. Für Pro Christ ist der Mann gut geeignet. Ich hörte auch gute Predigten von Vollmer. Unser Favorit ist momentan der im ganzen Land beliebte Dr Johannes Hartl. Er sagt etwas aus mit seinen Worten und ist in vielen Denominationen ein begehrter Redner. Aber auch er hat Kritiker, die seinen Stil nicht mögen.

Daniel Hascher hörten wir erstmals. Er sprach in seiner Weihnachtsbotschaft über den verlorenen Sohn und legte eine große Betonung auf die Gnade. 3 Leute bekehrten sich am Samstag. Dieser Mann ist kein Clown sondern sprach fundiert. Wir staunten über die Botschaft eines so unbekannten Mannes.
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Gera

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6

Sonntag, 11. Februar 2018, 18:42

Kennt einer Pastor Holthuis?

"Hier geht es um den Inhalt und die Auslegung. Zu viel Rhetorik könnte da nach meinen Erfahrungen sogar schaden, weil sich die Zuhörer dann oft in den Emotionen wohl fühlen, statt sich mit den Inhalten zu befassen. Da bleibt man dann leider oft in den Anfangsgründen des Evangeliums stehen und geht nicht weiter in die Tiefe. So ist es leider oft bei Pfingstlern und Charismatikern." ( Zitat Günter)


Bei diesem Thema wurde über Predigtstile ausgetauscht. Kennt jemand Pastor Holthuis aus Wuppertal, der eine Gemeinde mit 1000 Leuten haben soll? Wir hörten gestern eine Predigt von ihm und die entsprach genau dem, was Günter hier beschrieb. 1/3 Wort Gottes, 2/3 Rhetorik bezw. Klamauk wie bei einer Faschingssitzung. in 75 Minuten war nur ein Gedanke da: vertrau Gott wie Petrus, der aus dem Boot stieg. Neben der vielen Rhetorik war die Lehre sehr grenzwertig, denn nicht jeder ist berufen, aus dem Boot zu steigen, 11 blieben drin. Es war ein evangelistischer Gottesdienst und das Wort Sünde wurde nicht erwähnt. Der Bekehrungsaufruf lautete: wer ist bereit, Jesus zu vertrauen? Durch Vertrauen auf Jesus wird keiner gerettet sondern durch Vergebung der Sünden.Mich interessiert, ob diese Predigt ein Ausrutscher war, oder ob der Mann eine Schieflage hat und man vor ihm warnen sollte. Wer kann etwas dazu sagen? Bei der Atempause gibt es viel gute Lehre, nur der Stil liegt mir nicht, andere mögen ihn und man kann es empfehlen. Holthuis kann ich nach dem Gehörten nicht empfehlöen.
Schalom - Friede mit euch - peace - la paix, allen, die es lesen!

Gera