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Gera

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Über mich: ich bezeuge gern, dass Jesus Christus lebt und regiert

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1

Donnerstag, 19. Mai 2016, 09:32

Gib und werde gesegnet!

Ich würde mich freuen, wenn alle, die es lesen, ihre Meinung äußern würden! Es handelt sich um ein Thema, über das wir an Pfingsten lange ausgetauscht haben.

Viele Jahre zahlten wir unsere Kirchensteuer und waren dazu großzügig im Unterstützen von Missionaren. Dann bekamen wir Kontakt zu Evengelikalen. Mehrere baptistische Leiter sagten uns, der Zehnte ist, was sie für angemessen halten. Dagegen hörten wir über 100 Predigten, man würde gesegnet, wenn man den vollen Zahnten gibt. Evangelikale berufen sich auf Maleachi 3,10.

Wir sahen Gemeinden, die das sehr ernst nahmen. Das MLW ( Missionswerk Lebendiges Wort) lehrte, man solle den Zehnten vom Brutto geben und dazu ein freudiges, fröhliches, freiwilliges Opfer. Diese Gemeinde gab treu 10% von allem - wir hörten mal vom Pastor, dass es die Odenwälder Heidenmission bekam. Bei Konfernzen in dieser Gemeinde hörten wir, dass man 100-fach zurückbekommt, wenn man freudig gibt. Ich bin sicher Pastor Hartmann tat das aus vollem Herzen. Es sah aus, als würde der Segen fließen. Sie konnten jeden Monat 16ooo€ Miete zahlen, hatten Pastor, Co-Pastor, Sekretärin..Dann zogen sie in die ehemalige Teppicdomäne und Mitglieder erzählten, es kostete 3 Millionen, wovon vieles aus den USA kam. Wer dort war, sprach von dem reichen Segen, tolle rote Teppiche, tolle Fahrstühle...und mit dem Zehnten nahm man es sehr genau, Mitglieder mussten ihre Gehaltsabrechnungen zeigen ( ob das stimmt, weiß ich nicht). Es war eine biblische Vorzeigegemeinde, die treu alles Verhzehntete, lebte, was gepredigt wurde, bis 2006 die Insolvenz kam und es soll viele Schmerzen gegeben haben.

Wenn Gott will, dass wir, wie auch Dr Eberhard Mühlan lehrte, unsere Einkünfte aufschreiben und exakt 10% geben, damit die Schleusen des Himmels sich öffnen mit Segen, dann widerspricht der Untergang des MLW dem Wort Gottes. Heinrich Hartmann war sehr korrekt, bestand darauf, am Zoll den Ring für seine Frau zu verzollen, als die Zöllner sagten, er solle passieren und er musste dann stundenlang warten, so erzählte er. Hartmann wollte niemandem etwas schuldig sein und Gottes Gebote waren ihm sehr wichtig, gerade auch das Geben.

Gottes Wort sagt, dass uns gegeben wird, wenn wir geben, kann sich jemand erklären, wie Menschen, die gehorsam sind, so Schiffbrauch erleiden können? Im Internet hörte ich eine Predigt des ehemaligen Älesten Kalle Schwartz, alles sei Anfechtung, sie machten weiter...Aber es war das AUS.
Schalom - Friede mit euch - peace - la paix, allen, die es lesen!

Gera

2

Donnerstag, 9. November 2017, 14:44

Ich kenne keine biblische Anweisung, welche mir befiehlt, den Zehnten zu geben, ganz egal ob nun vom Netto oder vom Brutto. Es schadet uns nicht, wenn wir den Zehnten geben, für uns ist es ein gutes Maß. Doch das ist der einzige Grund, aus dem wir uns an diese 10% daran halten. Es könnten ebensogut 8% oder 14% sein - es kommt darauf an, WIE wir geben. Nörgeln, weil es uns stört? Oder sind wir dankbaren Herzens, weil der Vater uns so gut versorgt, dass wir ohne Not auch mehr, als eben die 10% geben können?

Das NT hält uns immer wieder die Freiheit des Christen vor Augen. Wie kann man dann auf das dünne Brett geraten, aus dem Zehnten wieder eine Pflicht, ein Gesetz zu machen und damit Christen wieder in Unfreiheit zu setzen? Im NT geht es um den "fröhlichen Geber" und darum, dass er geben möge, wie er "Gedeihen" hat.

Darüber hinaus sollte jeder Christ sich darüber im Klaren sein, dass unser Besitz doch sowieso dem Herrn gehört.

3

Donnerstag, 9. November 2017, 16:14

Für mich stellt sich nicht die Frage:
Wieviel (muß) ich geben, sondern eher: Wieviel darf ich von dem, was Gott mir gibt, behalten?
Alles gehört Ihm und er gibt es mir zum Verwalten und nicht als "Verdienst"

Gera

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4

Freitag, 10. November 2017, 13:12

Freudig und freiwillig das Geben, was man auf dem Herzen hat, so lese ich es aus euren Postings und dem stimme ich zu.

Das Wenn - dann Prinzio klappte im MLW nicht. Es gab Leute, die Kredite aufnahmen, um der Gemeinde zu dienen, weil sie gelehrt wurden, Gott erstatte und dann hatten sie Schulden, so erzählten sie mir selbst.

Ich persönlich bin für mündiges Christsein, wenn man in Gemeinden hört, man solle ihnen geben und die Gemeinde weiß, wo sie spendet, so beschneidet das meine Freiheit, selbst, wenn es sich um gute Dienste wie das Glaubenszentrum oder AVC handelt, dem gegeben wird. Wenn ich AVC segnen will, möchte ich das allein entscheiden. Evtl. liegt mir Open Doors mehr am Herzen?

Mir gefällt auch nicht, dass BFP Gemeinden pro Mitglied jeden Monat 5€ abgeben müssen. Niemand weiß, wohin das Geld fließt. Ebenso werden regelmäßige Gelder für Beröa erwartet, obwohl die Studenten Bafög bekommen. Wer diese Bibelschule unterstützen will, soll es freudig selbst tun.

Die kath Kirche baute vor 30 - 40 Jahren in vielen Orten in der Diaspora Kirchen. Heute stehen sie leer, es wird versucht, sie zu verkaufen. Weshalb mietete man nicht neutrale Räume, die leicher zu verkaufen waren? Es war absehbar, dass immer weniger Pastoren da sein würden und immer weniger die Kirche besuchten. Für mich war es eine Verschwendung von Kirchensteuern. Wenn man hört, dass sonntags in vielen Dörfern 3 Leute in der ev. Kirche sitzen und dafür die Kirche geheizt wird, so fließt auch das Geld nicht ins Reich Gottes sondern wird verschwendet. 3 Leute können sich auch mit der Pastorin in einer Wohnung treffen und mit dem Geld könnte Reich Gottes gebaut werden.
Schalom - Friede mit euch - peace - la paix, allen, die es lesen!

Gera