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Mittwoch, 1. November 2017, 17:45

Fragen zum "Bibelgesprächskreis"

Wenn wir jetzt diese Berichte aus dem Lukas-Evangelium lesen, stellen sich uns konkret die Fragen:


Was wollte Jesus - und was wollte er nicht?


Was tat Jesus - und was tat er nicht?


Was sage Jesus - und was sagte er nicht?


Wozu forderte seine Nachfolger auf - und wozu nicht?


Welche Konsequenzen bringt es mit sich, wenn Menschen Jesus nachfolgen - und welche nicht?


Kann man sich mit Geld freikaufen, damit man gerettet wird - oder kann man sich nicht mit Geld freikaufen?


Hat Jesus seinen Nachfolgern wirtschaftlichen Reichtum versprochen - oder hat er das nicht versprochen?
.
Liebe Grüße
Günter ;)

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Kisehel

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2

Mittwoch, 1. November 2017, 22:45

Lieber Günther,

ja, das sind in der Tat sehr gute Fragen, und ich denke, wir sollten auch diese Fragen ernstlich miteinbeziehen. Vor allem "... was hat Jesus nicht ...". Genau das kann doch einiges Licht bringen.

Was Du mit den zwei letzten Fragen beabsichtigst, ist mir nicht ganz klar. Sind die Antworten darauf nicht schon ganz klar, dass wir mit Geld und Vermögen nichts erreichen können. Worauf willst Du mit diesen beiden Fragen hinaus?

Lieben Gruss
Hans

Gera

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3

Freitag, 3. November 2017, 09:36

Günter,

eine Frage an dich: könnte man kleinere Bibelabschnitte nehmen, damit nicht solch eine Fülle an Gedanken gleichzeitig da sind?

Die Fragen sind gut.
Schalom - Friede mit euch - peace - la paix, allen, die es lesen!

Gera

4

Freitag, 3. November 2017, 13:53

Nein. Fragen im Zusammenhang der Berichte müssen schon sein! Ansonsten suchen sich die Schwärrmer nur noch ihre Lieblingsstellen. Das möchte ich aber nicht.
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Liebe Grüße
Günter ;)

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Gera

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5

Freitag, 3. November 2017, 17:04

Günter,

meine Frage war, ob man die Bibelabschnitte nicht verkleinern kann, z.B. LK 4,1-3 ( also nur 3 Verse auf einmal) damit unter einem Bereich nicht eine solche Fülle an Themen auftaucht. Ich sprach nicht gegen Fragen und begreife deine Antwort nicht.
Schalom - Friede mit euch - peace - la paix, allen, die es lesen!

Gera

6

Samstag, 4. November 2017, 09:47

Nun, vielleicht habe ich mich etwas ungeschickt ausgedrückt. Mir ging es bei meiner Argumentation darum, dass es wenig bringt, wenn wir einzelne Verse aus dem Zusammenhang gerissen bedenken. Was man da Schlimmes tun kann, habe ich bei vielen Pietisten leidvoll erfahren. Mit sachlicher Exegese hatte das wenig bis gar nichts zu tun.

Was Du, Gera, vorschlägst, können wir gerne umsetzen. Bei den bisher schon hier eingestellten Texten können wir das Problem lösen, indem jeder der zu einem Ausschnitt des vorgeschlagenen Textes posten will, seinen Textabschnitt zu Beginn seines Postings entsprechend deklariert.

Schönes Wochenende Euch allen! :)
.
Liebe Grüße
Günter ;)

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Kisehel

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7

Samstag, 4. November 2017, 12:00

Um aus einem Bibelgespräch oder auch einer einfachen Bibellesung den grösstmöglichen Nutzen zu ziehen, scheint mir wichtig, neben den von Günther gestellten Fragen, sich auch bewusst zu sein, dass es drei verschiedene Lesarten dere Bibel gibt.

1. die historische Lesart. Diese beantwortet die Fragen, was wirklich damals geschah. Aus dieser Lesart leitet sich die historisch-kritische Methode ab, die heute gängige Praxis in den Amtskirchen und einigen Freikirchen.

2. die transfere Lesart. Damit lesen wir die historischen Geschehnisse und übertragen diese in die heutige Zeit. Die erste genannte Lesart bringt schlicht und einfach nichts, aber das Übertragen der Bibel-Geschehnisse auf heute und in unsere Umstände, ist das eigentlich gesprochene Wort Gottes. Da Gott und damit auch Sein Wort zeitlos ist, hat die Bibel eben auch heute ihre Gültigkeit.

3. Dann haben wir noch die Geistige Lesart. Für natürliche Menschen ist das aber kaum zu verstehen, weil sie sich nur das geschrieben Wort und ihre natürlichen Begriffe verstehen wollen. Die Geistige Lesart ist die, wie der Geist Gottes Sein Heiliges Wort im Herzen eines jeden einzelnen eröffnet. Wir müssen akzeptieren, dass Gott selbst sagt "der natürliche Mensch vernimmt nichts vom Geiste Gottes". Das ist der Grund, weshalb die Weltmenschen kein Verständnis der Heiligen Schrift haben können.

8

Samstag, 4. November 2017, 14:04

Hallo Hans,

die eine historische Lesart ist nicht automatisch vergleichbar und 1:1 zu setzen mit der historisch-kritischen Methode, bei der ich vor allem an die Irrlehren von Herrn Rudolf Bultmann denke! Auch, wenn der ganze Theologen- und Pastorengenerationen geprägt hat.

Die historische Lesensart beginnt für mich dort, dass ich mich beim Lukas-Evangelium oder dem Römerbrief des Paulus frage, ich welche Situation hinein das alles geschrieben wurde! Es ist doch sehr wichtig sich zu vergegenwärtigen, in welche gesellschaftliche, kulturelle und religiöse Situation hinein Paulus beispielsweise seinen Kolosserbrief geschrieben hat!



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Liebe Grüße
Günter ;)

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9

Samstag, 4. November 2017, 14:32

Ja, lieber Günther, genau so sehe ich das auch. die historische Lesart ist selbstverständlich nicht gleichzusetzen mit der HKM, aber letztere geht daraus hervor. Eine Zeitgeist-Erscheinung, sozusagen.

Und genau das meine ich, wie Du es sagst. Bei Lesen des historischen Textes geht es ja darum, die Situation der Beteiligten zu ergründen, denn nur dadurch können wir die biblischen Aussagen auf uns übertragen. Wir liegen da gar nicht so weit auseinander! Bei den nächsten Versen, die da kommen im Lukas-Evangelium werden wir das deutlich sehen.