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Dienstag, 3. Januar 2017, 16:24

Philippus und der äthiopische Hofbeamte

Zitat




Philippus und der äthiopische Hofbeamte


26 Ein Engel des Herrn forderte Philippus auf: "Geh in Richtung Süden, und zwar auf die einsame Straße, die von Jerusalem nach Gaza führt."
27-28 Philippus machte sich sofort auf den Weg. Zur selben Zeit war auf dieser Straße auch ein Mann aus Äthiopien mit seinem Wagen unterwegs. Er war ein Hofbeamter der Königin von Äthiopien, die den Titel Kandake führte, und verwaltete ihr Vermögen. Eben kehrte er von Jerusalem zurück, wo er als Pilger im Tempel Gott angebetet hatte. Während der Fahrt las er im Buch des Propheten Jesaja.
29 Da sprach der Heilige Geist zu Philippus: "Geh zu diesem Wagen, und bleib in seiner Nähe."
30 Philippus lief hin und hörte, dass der Mann laut aus dem Buch Jesaja las. Er fragte den Äthiopier: "Verstehst du eigentlich, was du da liest?"
31 "Nein", erwiderte der Mann, "wie soll ich das denn verstehen, wenn es mir niemand erklärt!" Er bat Philippus, einzusteigen und sich neben ihn zu setzen.
32 Gerade hatte er die Sätze gelesen: "Wie ein Schaf, das geschlachtet werden soll, hat man ihn abgeführt. Und wie ein Lamm, das sich nicht wehrt, wenn es geschoren wird, hat er alles widerspruchslos ertragen.
33 Er wurde gedemütigt, nicht einmal ein gerechtes Urteil war er seinen Peinigern wert. Niemand glaubte, dass er noch eine Zukunft haben würde. Denn man hat sein Leben auf dieser Erde vernichtet."1
34 Der Äthiopier fragte Philippus: "Von wem spricht hier der Prophet? Von sich selbst oder von einem anderen?"
35 Da begann Philippus, ihm die rettende Botschaft von Jesus anhand dieses Prophetenwortes zu erklären.
36 Als sie bald darauf an einer Wasserstelle vorüberfuhren, sagte der äthiopische Hofbeamte: "Dort ist Wasser! Spricht etwas dagegen, dass ich jetzt gleich getauft werde?"2
38 Er ließ den Wagen halten. Gemeinsam stiegen sie ins Wasser, und Philippus taufte ihn.
39 Nachdem sie aus dem Wasser gestiegen waren, entrückte der Geist des Herrn den Philippus. Der Äthiopier sah ihn nicht mehr, aber er reiste mit frohem Herzen weiter.
40 Philippus wurde danach in Aschdod gesehen. Von dort aus zog er von Stadt zu Stadt und predigte überall die rettende Botschaft von Jesus, selbst im entfernten Cäsarea.

Apostelgeschichte 8,26-40

Hoffnung für alle

https://www.bibleserver.com/text/HFA/Apostelgeschichte8
Ein wirklich spannender Bericht! Was fällt Euch bei diesem Bibeltext ein?



.
Liebe Grüße
Günter ;)

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Gera

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2

Mittwoch, 4. Januar 2017, 18:51

Mir zeigt diese Geschichte, dass wir mit offenen Augen und Ohren durch die Welt gehen sollen und wenn wir sehen, jemand ist offen, ist es wichtig, ihm das Evangelium zu bringen.

Desweiteren ist hier keine Religiösität wie in vielen Gemeinden: du musst den alphakurs durchlaufen, du musst in einen Hauskreis gehen, du musst dies Seminar besuchen, dann folgt die Taufvorbereitung.....Wer glaubt, kann getauft werden und muss damit nicht gleichzeitig Mitglied einer religiösen Gemeinschaft werden.
Schalom - Friede mit euch - peace - la paix, allen, die es lesen!

Gera

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3

Donnerstag, 5. Januar 2017, 11:36

Endlich funktioniert mein Internet wieder. Viele Ausfälle hier im Urwald :)

Lieber Günter,

was mir zu diesem Text einfällt, ist der kaum diskutierte Umstand, wer der Heilige Geist ist und wie wie Er wirkt.

Vers 26: "Ein Engel des Herrn forderte Philippus ..."
Vers 29: "Da sprach der Heilige Geist zu Philippus: ..." und schliesslich
Vers 39: "entrückte der Geist des Herrn den Philippus ..."

Wie erklärst Du Du Dir die Tatsache, dass der Engel einmal mit "Engel", ein andemal mit "Heiliger Geist" und dann wieder mit "Geist des Herrn" bezeichnet wird? Dass dieser Engel wohl nicht der einzige Engel im Himmelreich sein wird, dürfte ohne Zweifel sein. Also gibt es tausende, ja Legionen solcher reiner, himmlischer Engel. Kann diese Schar der Engel, welche ja alle zusammen im Geiste Christi handeln und wirken, als Heiliger Geist bezeichnet werden und jeder einzelne wiederum als ein einzelner Heiliger Geist? Das würde dann auch bedeuten, dass es viele Heilige Geister gibt. Was sagst Du dazu?

Nun, ich denke, dass Du, Günter eine ganz andere Absicht hattest, diesen Philippus-Bericht zu zitieren. War diese Absicht die Wassertaufe?

Mit liebem Gruss
Hans

Gera

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4

Montag, 9. Januar 2017, 11:12

Engel setze ich nicht mit Heiliger Geist gleich. Josef und Maria bekamen Botschaften von Engeln, die sie wahrscheinlich sahen in der sichtbaren Welt oder im Traum. Der Heilige Geist oder Geist Gottes wohnt in uns und spricht zu uns in unserem Herzen.
Schalom - Friede mit euch - peace - la paix, allen, die es lesen!

Gera

5

Dienstag, 10. Oktober 2017, 12:15

Hallo Zusammen,

die Frage nach dem Heiligen Geist halte ich für sehr wichtig. Als Christ ist er der "Teil" Gottes, der uns am nächsten ist, da er ja mit unserer Erlösung in uns eingezogen und uns versiegelt hat. Trotzdem nehmen wir Christen ihn oftmals kaum wahr oder wissen gar nicht was er so alles macht, wer oder was er ist.

Was die Fragen von Kisehel angeht, so weiß ich gerade nicht, was das konkrete Problem ist. Zunächst nahm offensichtlich ein Engel mit dem Apostel Kontakt auf. Später übernahm der Heilige Geist. Das der Heilige Geist spricht nimmt mich nicht wunder, da er dies im NT öfter macht. Der Heilige Geist kann sprechen, womit man vielleicht gar nicht rechnet wenn man ihn als reine Kraft oder Energie versteht. Tatsächlich erfährt der Heilige Geist an einigen Stellen im NT eine personelle Behandlung bzw. Erwähnung. Auch Jesus sagt, dass DER Geist der Wahrheit kommen wird und im Grundtext steht dort tatsächlich das Maskulin, obwohl "pneuma" sachlich ist. Spannend, oder?

gruß,

manke

Gera

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6

Donnerstag, 12. Oktober 2017, 18:15

Manke,

das leidige Thema unter den Christen: ist der Heilige Geist eine Person, die man auch anbeten darf.....ich schließe mich der Hypothese an, dass er eine Person ist. Er ist Beistand, Tröster, Helfer und als das habe ich ihn oft erlebt. Phlippus war voll des Geistes und Gottes Kinder werden vom Geist geleitet.

Wer wirklich Gott hingegeben ist, wird auch die Leitung des Geistes erleben. Leider gibt es viele Leiter, die sich profilieren wollen und dann einen Wahrsagegeist haben. Deshalb müssen wir alles prüfen und nur das Gute behalten. Als in den 80-gern etliche Reiseprediger sagten, der Eiserne Vorhang fiele, war es der Geist Gottes, denn es traf ein.
Schalom - Friede mit euch - peace - la paix, allen, die es lesen!

Gera

7

Freitag, 13. Oktober 2017, 06:57

Hallo Gera,

ja, das ist ein leidiges Thema. Der Heilige Geist ist eine Person, wobei ich "Person" nicht zwingend mit der griechischen Definition dieses Begriff gleichsetze, aber das führt zu weit. Der Heilige Geist wird personal behandelt, agiert personal und man spricht in der Bibel personal von ihm. Einfach ausgedrückt wird über den Heiligen Geist viel gesprochen, er selber handelt und an ihn wird viel gehandelt. Anbetung finden wir im Zusammenhang mit dem Heiligen Geist jedoch an keiner Stelle, was hellhörig machen sollte. Ob es verboten ist den Heiligen Geist anzubeten, will ich hier gar nicht belegen. Leicht zu belegen ist es jedoch, dass der Heilige Geist in der Bibel keine direkte Anbetung erfährt. Weshalb das so ist, wird uns ebenfalls nirgendwo erklärt. Allerdings erfahren wir, das und weshalb sowohl Vater als auch Sohn angebetet werden.

Wie verfahre ich also? Ich bete den Heiligen Geist nicht an, weil es mir niemand nahegelegt hat. Genauso gebe ich es auch weiter. Vater und Sohn hingegen sind ständige Adressaten meiner Anbetung.

Lg, manke

Gera

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8

Freitag, 13. Oktober 2017, 09:09

Manke,

im Theologiestudium wurde immer wieder darauf hingewiesen, dass die Anbetung dem Vater gebührt, der jedoch eins ist mit dem Sohn.Ich bete beide an, den Heiligen Geist benutze ich mehr als Beistand und Ratgeber, gerade in schwierigen seelsorgerlichen Situationen, wenn ich an meine Grenzen komme. An anderer Stelle schilderte ich den Fall von, nennen wir sie Angela, die schwere Depressionen hatte, voll war mit Seditiva. Der Heilige Geist sagte, mir, es seien Todesmächte da. Und wenn es der Paraklet oder wie er noch heißt, ist, bestätigt es sich. im gottesdienst sah ich einmal ein Fahrrad und konnte es nicht deuten. Ich fragte, ob es jemandem etwas sage. Eine Frau rief sofort, das sei ihre Not. Am Haus ist ein Fahrradschuppen und ihre Kinder ließen sich neuerdings zu den Fahrrädern einladen, um dort sexuelle Spiele miteinander zu machen. Deren Mutter fand das normal. Nun konnten wir beten, wo es aufgedeckt war. So hilft der Heilige Geist.
Schalom - Friede mit euch - peace - la paix, allen, die es lesen!

Gera

9

Freitag, 13. Oktober 2017, 10:55

Hallo Gera,

ja, die Aktivitäten des Heiligen Geistes sind sehr vielseitig und nicht selten abenteuerlich. Und da ich kein Dispensationalist bin (auch die Pfingstler die mich kennen finden mich nicht sooooo gut, aber das ist ein anderes THema), gehe ich von einer fortgesetzen Aktivität des Heiligen Geistes aus... bis unser Heiland wiederkommt.

Kennst Du die sehr schlicht geschriebenen Bücher von Elisabeth Seiler? Es gibt drei kleine Büchlein die von ihr berichten und man mag die dort geschilderten Begebenheiten manchmal gar nicht recht glauben. Aber Frau Seiler ist zu schlicht um zu lügen, maßlos zu übertreiben oder von einer charismatisch/pfingsterlischen Welle mitgerissen worden zu sein. Von daher nehme ich ihr quasi jedes Wort ab und musste manchmal schmunzeln, weil sie ihre Worte so einfach und direkt wählt.

gruß, manke

Gera

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10

Samstag, 14. Oktober 2017, 17:48

Ich kenne Frau Seiler nicht. Aber ich prüfe die Charismatik. Sie enthält Wahrheit aer auch viel Lüge. Deshalb lasst uns mit Hilfe des Heiligen Geistes prüfen und alles behalten, was gut ist.
Schalom - Friede mit euch - peace - la paix, allen, die es lesen!

Gera

11

Sonntag, 15. Oktober 2017, 07:50

Hallo Gera,

so mache ich das auch, seit vielen Jahren. Inzwischen hat ein großer Teil der dortigen Geschwister auch verstanden, dass da in den Jahren seit der Toronto Bewegung viel Porzelan zerschlagen wurde und sich von den extremen Erscheinungsformen distanziert.

lg manke

Gera

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12

Sonntag, 15. Oktober 2017, 11:12

Der Gedanke der Vaterliebe Gottes gefiel mir in Toronto. Aber die Exzesse, die mir berichtet wurden aus Gemeinden wie in Lehrte kann ich nicht als christlich ansehen: sich winden wie Schlangen, krähen wie Hähne, stolzieren wie ein Storch...Gut, dass ich nie dort war, ich hätte wahrscheinlich laut gelacht. Freiheit in Christus wurde missverstanden.

Priorität hat bei Gott immer, seine Ziele zu errreichen: Bekehrung, Rettung Verlorener, Umkehr. Wo das fehlt, mache ich ein Fragezeichen. Philippus bewegte sich total im Geist Gottes.

Wir hörten gerade eine Predigt von Sandergard, weil sehr viel von ihm zu hören ist zur Zeit. Die Botschaft ist das Kreuz. Wie Philippus kommt er, predigt und tauft. In beiden Fällen fehlt eine Weiterführung. Sandergard spricht von Nachfolge, aber er lässt die Leute allein nach der Taufe. Wie groß mag das Säuglingssterben sein?
Schalom - Friede mit euch - peace - la paix, allen, die es lesen!

Gera

13

Sonntag, 15. Oktober 2017, 15:03

Zitat von »"Gera"«

Sandergard spricht von Nachfolge, aber er lässt die Leute allein nach der Taufe. Wie groß mag das Säuglingssterben sein?
Warum "Säuglingssterben"? Darf man nicht davon ausgehen, dass Frischbekehrte und Getaufte in den Schoß einer reifen Gemeinde aufgenommen werden? Und dass sie dort Orientierung an eben reifen Geschwistern erfahren?

14

Dienstag, 17. Oktober 2017, 05:27

Hallo Zusammen,

Zitat

Sandergard spricht von Nachfolge, aber er lässt die Leute allein nach der Taufe. Wie groß mag das Säuglingssterben sein?
Warum "Säuglingssterben"? Darf man nicht davon ausgehen, dass Frischbekehrte und Getaufte in den Schoß einer reifen Gemeinde aufgenommen werden? Und dass sie dort Orientierung an eben reifen Geschwistern erfahren?
zeigt denn die Erfahrung, dass man davon ausgehen kann? Sollte man Herrn Sandergard kennen? Ist das der von "The Last Reformation"? Von denen hatte ich mal ein Video gesehen, weiß blos nicht mehr welches.

gruß manke

Gera

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15

Dienstag, 17. Oktober 2017, 09:15

Sandergard ist von the Last Reformation, hat vor einem Jahr 150 Leute in Hannover getauft, schrieb die Presse.Er hat wohl ein Hotel und eine Bibelschule dabei in Dänemark.

Zum Säuglingssterben: Eckehard Neumann vom Missionswerk Josua lehrte uns Seelsorger bei der PEC 2003, dass 80% der Neubekehrten sterben, wenn man ihnen nicht innerhalb von 24 Stunden nachgeht. Deshalb bauten sie ein Netzwerk und sorgten dafür, dass jeder, der eine Entscheidungskarte abgab, innerhalb von 24h kontaktiert wurde.

Wo gibt es die Gemeinden, die sich liebevoll um Neubekehrte kümmern? Ich leitete mehrere Jahre ein First Step Team einer Pfingstgemeinde. Wir bemühten uns, Neubekehrten nachzugehen, aber die Sekretärin des Pastors rief mit ausdrücklicher Einwilligung des Pastors alle Neuen an und erzählte ihnen, wie doof die Teammitglieder seien. Ich sprach den Pastor - der Gemeindegründungscoach im BFP ist - vor Zeugen an und er sagte, das mache nichts, wenn sie andere verleumdet. Neubekehrte beschwerten sich bei mir als Teamleiterin, fast alle zogen sich zurück, weil sie das Verleumden, das der Pastor stützte, nicht begriffen. Sieht es in anderen Gemeinden anders aus? Hat Hartwig Henkel nicht Recht, wenn er in seinem Buch schreibt, man redet ständig negativ über Geschwister, anstatt mit ihnen zu reden? In solche Gemeinden schicke ich niemanden. Ich machte den Fehler und nahm einige mit in die Gemeinde. Alle leben ihr Christsein aus Enttäuschung nun allein. Die Leute werden außerdem in Programme gepfercht und verlieren in der Regel Jesus aus den Augen, lernen Gemeinschaft zu lieben. Das geistliche Wachstum, Jünger machen, bleibt aus.

Jesus gab niemals den Befehl, Leute in Gemeinden zu schicken sondern Jünger zu machen und das geht nur über Beziehungen. Wir versuchen es in Nachfolger Jesu, wobei auch das Hausgemeindenetzwerk Mängel hat. Soziale Dienste und gute Kinderarbeit sind in Kleingruppen nicht möglich.
Schalom - Friede mit euch - peace - la paix, allen, die es lesen!

Gera

16

Dienstag, 17. Oktober 2017, 16:49

Zitat von »"manke"«

zeigt denn die Erfahrung, dass man davon ausgehen kann?
Alle Evangelisationen, die ich miterlebt habe - und die Mission in dem Missionswerk, in dem ich eine Weile mitgewirkt habe - wurden zentral von einer Gemeinde / Organisation ausgerichtet und die, die "Ja" zu Jesu Angebot gesagt hatten, anschließend in der ausrichtenden Gemeinde bzw. jener Organisation nahestehenden Gemeinde aufgefangen und weiterbetreut. Säuglingssterben im beschriebenen Sinne konnte es dort nur dann geben, wenn der "Säugling" nach seinem Schritt für sich blieb. Auch bei den großen Veranstaltungen, welche in Stadien und großen Hallen stattfanden, gab es Gemeinden, welche sich um die "Frischlinge" bemühten. Dass das nicht immer und überall gut funktioniert hat, ist natürlich bedauerlich, wobei ich allerdings nicht weiß, ob es überhaupt verlässliche Zahlen diesbezüglich gibt.

Was ich damit verdeutlichen will ist, dass man es nicht unbedingt dem Missionar / Prediger anlasten kann, wenn es zu falschen Entscheidungen oder sträflichen Vernachlässigungen kommt.

Zitat von »"Gera"«

Hat Hartwig Henkel nicht Recht, wenn er in seinem Buch schreibt, man redet ständig negativ über Geschwister, anstatt mit ihnen zu reden?
Nunja - ich habe ja selbst beobachtet, dass Du bereits mehrfach über die Verderbnis bei Charismatikern / Pfingstlern geschrieben hast. Insofern ... hat er wohl Recht.

Allerdings kann ich aufgrund meiner Erfahrungen im Glauben davon ausgehen, dass jemand, der ernsthaft und in vollem Umfang wiedergeboren ist, keinem Säuglingssterben anheim fallen wird. Was für eine Versiegelung wäre denn die Versiegelung mit dem Heiligen Geist, wenn der NeuWiedergeborene, wenn die neue Kreatur so gefährdet ist, dass die Versiegelung entzwei brechen könnte?

Andererseits habe ich es erlebt, dass etliche Menschen bei Evangelisationsveranstaltungen die Hand hoben, für Jahre in guten Gemeinden und Hauskreisen betreut wurden, und dann, schon noch im Diesseits, den schmalen Pfad wieder verließen.

Gera

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17

Dienstag, 17. Oktober 2017, 18:56

Fredo,

ich sehe es wie du. Bonnke kümmerte sich im Jahnstadion um keinen der vielen, die die Hand hoben und dafür gab es unser Team. Es war gut organisiert in Berlin.In welche Gemeinden die Leute verwiesen wurden, weiß ich nicht, vermutlich pfingstliche. Möglicherweise ist es bei Sandergard nicht organisiert, dass man immer qwieder hört, die Leute stehen allein da nach der Entsheidung. Ich war noch nie bei ihm, hörte ihn nur im Internet.

Aber genau so ist es. Ich war schockiert, wie viele sich im Olympiastadion in Berlin bekehrten: Mitglieder von charismatischen Gemeinden, ein ganzer kath. charismatisher Hauskreis, wo alle getauft waren im Heiligen Geist.....Möglicherweise wollten einige umkehren, weil sie die erste Liebe verlassen hatten, mit Sicherheit nicht Tausende.

Wenn alle, die in Afrika bei Bonnke nach vorn gingen, Entscheidungskarten ausfüllten, sich bekehrt hätten, müsste Afrika zu 80% christlich sein...

Dann gibt es auch wenige Gemeinden wie die freien Evangeliumschristen, die nur ihre Bekehrung anerkennen. Sardaczuk führte nach der Wende Gespräche und sah auf Grund dreier Punkte keine Möglichkeit mit diesen Aussiedlern zusammen zu arbeiten. Meine Schüler luden mich in ihre Gottesdienste ein und man sagte uns klar, Abendmahl gibt es nur für ihre Bekehrten.

Kein einfaches Gebiet. Immer mehr lassen sich von irgendwem taufen ( Täufernetzwerk) und wollen dann ihren Glauben allein leben.
Schalom - Friede mit euch - peace - la paix, allen, die es lesen!

Gera