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Sonntag, 23. Juli 2017, 15:34

Sonntagsgruß zum 23.07.2017

Psalm 26
1
Ein Psalm Davids. Herr, schaffe mir Recht, denn ich bin unschuldig. Ich hoffe auf den Herrn, darum werde ich nicht fallen.
2
Prüfe mich, Herr, und versuche mich; läutere meine Nieren und mein Herz!
3
Denn deine Güte ist vor meinen Augen, und ich wandele in deiner Wahrheit.
4
Ich sitze nicht bei den eiteln Leuten und habe nicht Gemeinschaft mit den Falschen.
5
Ich hasse die Versammlung der Boshaftigen und sitze nicht bei den Gottlosen.
6
Ich wasche meine Hände mit Unschuld und halte mich, Herr, zu deinem Altar,
7
da man höret die Stimme des Dankens und da man prediget alle deine Wunder.
8
Herr, ich habe lieb die Stätte deines Hauses und den Ort, da deine Ehre wohnet.
9
Raffe meine Seele nicht hin mit den Sündern, noch mein Leben mit den Blutdürstigen,
10
welche mit bösen Tücken umgehen und nehmen gerne Geschenke.
11
Ich aber wandele unschuldig. Erlöse mich und sei mir gnädig!
12
Mein Fuß gehet richtig. Ich will dich loben, Herr, in den Versammlungen.


Ihr Lieben,

in unserem Kalenderblatt von heute stehen die Verse 3, 4 und 6 vom Psalm 26 als Sonntagslese. Das löste bei mir wenig Begeisterung aus, da ich aber bewusst nicht immer nur über meine Lieblingstexte schreiben will, habe ich mich darauf eingelassen. Ist etwas umfangreicher geworden und konnte auch erst heute Nachmittag hochgefahren werden, aber gelohnt hat sich diese Mühe allemal.

David war nach dem Alten Testament (1. und 2. Buch Samuel, dem 1. Buch der Könige und dem 1. Buch der Chronik) König von Juda und als Nachfolger von König Saul zeitweise auch von Israel. David lebte ca. 1.000 v. Chr. und war der Verfasser vieler Psalmen. Jesus wurde im Neuen Testament wiederholt als "Sohn Davids" bezeichnet.

Die Formulierung "seine Hände in Unschuld waschen" ist seit vielen Jahren ein bekanntes Wort. Es war Pontius Pilatus, von 26 bis 36 n. Chr. Statthalter (Präfekt) des römischen Kaisers Tiberius in den Provinzen Judäa und Samaria, der für den Tod Jesu nicht verantwortlich gemacht werden wollte. Zum Zeichen dafür wusch Pilatus sich seine Hände "in Unschuld", wie es in Israel damals aber Sitte war: Wer den anderen zeigen wollte, dass kein Blut an seinen Händen kein Blut klebt, wusch sich öffentlich die Hände! Damit bezog Pilatus sich auf den Vers 6 aus dem Psalm 26.

Das aber war von Pilatus verlogen. Entweder ich trage und übernehme Verantwortung - oder nicht! Beides geht eben nicht! Spätestens seit Pilatus ist diese Formulierung aus dem 26. Psalm ein geflügeltes Wort geworden.

Der in Riga geborene und von mir sehr geschätzte deutsche Komiker Heinz Erhardt sagte und schrieb in Anlehnung dieses Bibelwortes folgendes:

"Viele waschen ihre Hände in Unschuld -
und trotzdem sind so viele Hände schmutzig!"

Über diese weisen Worte vom längst verstorbenen Heinz Erhardt könnte man auch lange nachdenken.


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Liebe Grüße
Günter ;)

2

Sonntag, 23. Juli 2017, 15:36

Fortsetzung

König David war übrigens mit Sicherheit nicht der tolle, fromme Typ, den manche Juden und Christen im Nachhinein aus ihm machen (wollen).

Zur Zeit eines Feldzuges schlief David mit Bathseba, der Frau von Urija, dem Hethiter, der einer seiner Offiziere war. Ihr Ehemann befand sich zu diesem Zeitpunkt weit weg. David beging also Ehebruch. Später erfuhr David, dass Bathseba von ihm schwanger geworden war. So ließ er ihren Mann Urija schnell nach Jerusalem zurückkehren. David hoffte, Urija würde mit Bathseba schlafen und das Kind, dass sie von König David erwartete, dann für sein eigenes halten. Urija wollte gegenüber seinen Kameraden aber kein Vorrecht haben, solange die anderen Soldaten noch auf dem Kampffeld waren. (Möglicherweise durchschaute er aber auch die Absicht des Königs.)

Deshalb ordnete König David an, Urija bei den Kampfhandlungen an die vorderste Front zu stellen, weil es dann mehr als wahrscheinlich war, dass Urija, beim Kampf ums Leben käme. Der Plan König Davids klappte, Urija fiel und König David konnte die Witwe Bathseba schon bald heiraten. Bathseba war Davids achte Frau. Gottes Prophet Natan drohte ihm dafür Gottes Strafe an und das gemeinsame Kind von König David und Bathseba starb. Außerdem erhielt David eine weitere Strafe: Er durfte nicht den Jerusalemer Tempel bauen, dieses Recht erhielt erst der zweite Sohn Bathsebas, sein Nachfolger König Salomo.

Ja, es ist wahr, König David war leider ein vorsätzlicher Mörder und Ehebrecher. Was viele nicht wissen: Ehebruch beging er mehrmals. Obwohl er mit mindestens 8 Frauen verheiratet war, hatte er auch mehrere Kinder von anderen Frauen.

David war im Grunde genommen so, wie wir letztendlich alle sind: Sündige und oft sehr widersprüchliche Menschen, die auf Gnade und Vergebung unseres Herrn angewiesen sind! Wenn man den Text des 26. Psalms liest, stellt sich unwillkürlich die folgende Frage: Ist das jetzt das Eigenlob eines gläubigen Menschen, der dazu aber reichlich Dreck am Stecken hatte???

Nun muss man aber auch folgendes wissen: Viele Theologen und Historiker vertreten die Auffassung, dass die Davidpsalme nicht von dem historischen David verfasst sind. Die tatsächliche Entstehungszeit der Davidpsalme ist jedoch sehr umstritten und nicht mit letzter Sicherheit zu klären. Von einigen Historikern wird die Entstehung der Davidpsalme in der exilischen und nachexilischen Zeit vermutet. Letztendlich wissen wir es nicht.

Da viele Christen aber davon ausgehen, dass die Davidpsalme wirklich vom König David verfasst worden sind, halte ich es für angemessen und legitim, im Zusammenhang mit dem Psalm 26 auch König David näher betrachtet zu haben.

Sollte der 26. Psalm aber tatsächlich nicht vom König David verfasst worden sein, so birgt dieser auf den ersten Blick trotzdem reichlich Widersprüche in sich. Das geht schon im ersten Vers los:
1
Ein Psalm Davids. Herr, schaffe mir Recht, denn ich bin unschuldig. Ich hoffe auf den Herrn, darum werde ich nicht fallen.


Wir wissen nicht, unter welchem Hintergrund der Autor des Psalms das schreibt.
"... denn ich bin unschuldig" mag ja in einzelnen und bestimmten Punkten auf den Autor zutreffen, aber ganz allgemein und pauschal wird das auf keinen Menschen zutreffen. Lediglich Jesus war ganz ohne Sünde.

Dann heißt es im Vers 11:
11
Ich aber wandele unschuldig. Erlöse mich und sei mir gnädig!

Wenn ich wirklich "unschuldig wandele", dann benötige ich keine Erlösung! Wenn wir die Vergebung aber brauchen, dann sind wir nicht "unschuldig"!

In Römer 3, 23 heißt es: "Denn es ist kein Unterschied: Alle haben gesündigt und ermangeln der Herrlichkeit Gottes, ..."

Alles andere in diesem Psalm verstehe ich als die Bitte um Gnade und Erlösung! Da kann ich aus vollem Herzen mitbeten! Es erinnert mich sehr an den Psalm 51, den David bekanntlich nach schlimmen Vorkommnissen mit Urija und Bathseba geschrieben haben soll.

Wir haben alle gesündigt, da ist auch nicht einer ohne Schuld! Wir haben alle Schuld auf uns geladen. Durch Jesu Leiden und Opfertod sind wir gerettet! Wir müssen Jesu Sühneopfer aber annehmen. Dann vergibt Gott uns! (Joh. 3,16). Wir brauchen nur Ja zu sagen! Dann sind wir frei und in Ewigkeit gerettet!


Eine gesegnete Woche wünscht Günter Ruks


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Liebe Grüße
Günter ;)

Gera

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3

Sonntag, 23. Juli 2017, 18:45

Günter,

alle haben gesündigrt und dafür starb Jesus. In manchen Fällen sehe ich eine verminderte Schuldfähigkeit bedingt durch Psychosen, Traumata u.s.w. und dennoch starb Jesus dafür und deshalb muss Sünde bekannt werden. Möglicherweise hatte David seine Sünden bekannt und bereut und war so tatsächlich in dem Moment unschuldig. Niemand kann das heute nachprüfen. Wichtig ist sein Rufen zum Herrn und das können wir nachahmen, evtl. mit anderen Worten.
Schalom - Friede mit euch - peace - la paix, allen, die es lesen!

Gera

4

Dienstag, 25. Juli 2017, 13:54

Richtig. Nur lese ich bei vielen Christen immer wieder eine seltsame Scheinheiligkeit. Wir hatten hier im Forum auch schon wiederholt User, die meinten, man wäre nur richtiger Christ, wenn man die höchste Stufe der "Schuldlosigkeit" erreichen würde. Ein selbsternannter "Selbstversorger" hier im Forum schrieb ja sogar, dass wirklich bekehrte und wiedergeborene Christen jegliche leibliche Lüste verlieren würden und die bekehrten Männer dann kaum noch für Nachwuchs sorgen könnten! Du erinnerst Dich vermutlich noch, was war das doch für ein Schwachsinn!
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Liebe Grüße
Günter ;)

Gera

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5

Mittwoch, 26. Juli 2017, 09:14

Pastor Horst Weniger aus Lehrte lehrte öffentlich, dass ein Leiter so gut wie voll kommen sein muss. Er sagte auch: " Die Gemeinde ( seine) wächst nicht, weil alles die falschen Leute da sind." Ich kannte von den falschen Leuten nur seine Frau und 2 Ehepaare und weiß nicht, welche Konsequenz er zog. Aber diese Vollkommenheit sehe ich bei Menschen nur durch das Blut Jesu geistlich gewährleistet. Wir alle fehlen täglich, denn keiner ist so mit dem Vater verbunden wie Jesus. Genau wie David Vergebung empfing und ein Mann nach dem Herzen Gottes war, können auch wir aus Vergebung leben und schuldlos sein. Und dann kann der Herr unseren Dienst segnen.

Dennoch sehe ich Grenzen, wann jemand nicht in Leiterschaft stehen sollte. Wer seinem Partner nicht treu ist, kann auch der Gemeinde Gottes nicht treu vorstehen. Wer eine verlogene Zunge hat, wie die Leiterschaft der Gemeinde, in der wir mal waren, gehört nicht vorne hin, um zu lehren und zu predigen - sei denn es erfolgte Busse und Wiedergutmachung.
Schalom - Friede mit euch - peace - la paix, allen, die es lesen!

Gera

6

Donnerstag, 27. Juli 2017, 10:11

Pastor Horst Weniger aus Lehrte lehrte öffentlich, dass ein Leiter so gut wie voll kommen sein muss. Er sagte auch: " Die Gemeinde ( seine) wächst nicht, weil alles die falschen Leute da sind."
Dann lehrt Pastor Horst Weniger, den ich nicht kenne, an dieser Stelle unbiblischen Unsinn!
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Liebe Grüße
Günter ;)

Gera

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7

Donnerstag, 27. Juli 2017, 11:17

Baptistischer Hintergund, sehr bekannt, war Schulungsleiter der FGBMFI und leitete wohl über 20 Jahre die dortigen Heilungsseminare. Ja, die FGBMFI sind mancherorts grenzwertig, in BS gab es fähige Leiter, die sich von Irrlehren distanzierten. Diese Lehre, dass Leiter fast vollkommen sein müssen, hörten wir öfter bei den FGBMFI bei Mitarbeitern aus baptistischen Kreisen, aber nicht aus allen, denn wir arbeiteten fast 4 Jahre gut mit Baptisten zusammen in BS. In anderen Orten sah es so aus: Harald darf nicht im Chor singen, er ist stolz...Harald war neu bekehrt und sie haben ihn vom Christentum weggeführt durch baptistische Vollkommenheitslehre, so nannten es einige hier. Viele Jahre machte ich einen großen Bogen, wenn ich hörte, einer war Baptist, wegen dieser Gruppe. Etliche bekamen Angst vor Baptisten. Ich halte mich bewusst fern,wo so viel kaputt gemacht wurde, höre aber, dass nach Jahren immer noch Wunden da sein sollen.

Kommen wir zurück zum Thema "unschuldig". Mir ist bekannt, dass sowohl in der kath. als auch in der ev. Kirche, Leiter nach Versöhnung streben. Auch ich konnte früher gut mit Pastoren streiten und dann kam die Versöhnung, man vergab sich gegenseitig und machte einen neuen Anfang als " unschuldig" vor dem Herrn. Leider lehnen obige Leute und auch Horst Weniger Versöhnung ab. Ich sagte ihm mal sehr massiv, wo er fehlte, wir stritten und dann schrieb ich, wir sollten uns gegenseitig vergeben und uns versöhnen.Er ging dermaßen an die Decke, dass ich dachte, er hätte einen Fehler gemacht. Dabei hatte er nachweisbar gegen Gesetze verstoßen. Er lehnte jede Versöhnung ab. Vergebung muss angenommen werden, sonst wird die Unschuld nicht wieder hergestellt, König David wusste das und tat Buße. Viele Leiter hier im Land sind schlechte Leiter, weil sie keine dienenden Leiter sind und in Sünde verharren. Könnte das der Grund sein, weshalb so wenig Erweckung da ist? Gott liebt es, wenn Unschuldige, Gerechte, vor ihm stehen.
Schalom - Friede mit euch - peace - la paix, allen, die es lesen!

Gera

8

Donnerstag, 27. Juli 2017, 15:13

Liebe Gera,

was Du hier schreibst, ist sicherlich das Ergebnis langjähriger Erfahrungen. Und es ist Deine Meinung. Die will ich gerne respektieren!

Nur möchte ich eben auch nicht, dass hier Leser - unter ihnen die vielen Gäste, die wir hier haben - den Eindruck gewinnen, dass die Baptisten alle so sind. Denn das wäre ein fataler Irrtum. Die Eltern meiner Frau sind Baptisten, meine Frau war es viele Jahre lang Baptistin. Ich weiß auch nicht so genau, ob Ingeborg und ich dort (wieder) landen werden.

Mir ist es wichtig, zu betonen, dass es wirklich nicht darum geht, in welcher Konfession oder Gemeinschaft wir sind! Ich war viele Jahre lang als Gast in der Freien Evangelischen Gemeinde Cuxhaven. Ich kannte Ulrich Eggers schon in meiner Jugend und sein Vater, der in meiner Jugend Prediger in der FeG Cuxhaven war, hielt bei uns im Dorf Neuenkirchen damals in der Turnhalle in einem kleinen Raum jeder Woche eine Bibelstunde. Auch die Frau unseres damaligen ev.-lt. Pastors im Dorf, Frau Ahlborn, nahm damals daran teil und sagte mir: "Günter, es ist doch egal, wie die Gemeinde heißt, wichtig ist, dass Gottes Wort richtig verkündigt wird." Und das hat Herr Eggers damals wirklich getan.
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Liebe Grüße
Günter ;)

9

Donnerstag, 27. Juli 2017, 15:16

Zu David noch einige Gedanken von Jürgen Werth:

Knochenjob Hirte

Könnt Ihr Euch dort anhören oder nachlesen. Ich würde sagen: Wert(h)voll! :)
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Liebe Grüße
Günter ;)

10

Donnerstag, 27. Juli 2017, 22:48

Viele Jahre machte ich einen großen Bogen, wenn ich hörte, einer war Baptist, wegen dieser Gruppe. Etliche bekamen Angst vor Baptisten. Ich halte mich bewusst fern,wo so viel kaputt gemacht wurde, höre aber, dass nach Jahren immer noch Wunden da sein sollen.

Auch ich konnte früher gut mit Pastoren streiten und dann kam die Versöhnung, man vergab sich gegenseitig und machte einen neuen Anfang als " unschuldig" vor dem Herrn. Leider lehnen obige Leute und auch Horst Weniger Versöhnung ab. Ich sagte ihm mal sehr massiv, wo er fehlte, wir stritten und dann schrieb ich, wir sollten uns gegenseitig vergeben und uns versöhnen.Er ging dermaßen an die Decke, dass ich dachte, er hätte einen Fehler gemacht. Dabei hatte er nachweisbar gegen Gesetze verstoßen. Er lehnte jede Versöhnung ab. Vergebung muss angenommen werden, sonst wird die Unschuld nicht wieder hergestellt,
Das finde ich schon ganz schön heftig: Man fängt an zu streiten und dann heißt es vielleicht: Jetzt haben wir genug gestritten, wir müssen uns jetzt versöhnen und einander vergeben??
Wer gibt mir den Auftrag, einen Streit anzufangen?

Römer 12,10:
10 In der Bruderliebe seid herzlich zueinander; in Ehrerbietung geht einer dem anderen voran;


Wenn das getan wird, fängt kein Streit an, dann kann man sich gegenseitig achten, und trotz unterschiedlicher Auffassungen gibt es von vielen Gemeinden positives zu erzählen...

Gera

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11

Freitag, 28. Juli 2017, 09:16

Günter,

ich betone oft, dass ich in den letzten Jahren gut mit Baptisten zusammen arbeitete. Und das schrieb ich auch hier. Es war eine Stadt, wo diese Missstände herrschten, dass Leute seelisch vergewaltigt wurden und ich würde nie sagen, dass diese gewünschte Vollkommenheit typisch für alle Baptisten ist, denn in BS war es ganz anders und wir trafen feine Christen.

Ingrid,

manchmal streiten auch Christen. Ich stritt als Pfarrjugendführerin ständig mit Piet van Ophem, er machte mich fertig, ich hasste ihn. Dann fanden wir beide richtig zu Jesus, vergaben einander und waren Freunde bis zu seinem Tod, auch, als ich aus seiner geliebten kath. Kirche austrat hielt diese Freundschaft an Ein Streitpunkt war, dass ich ihn mal Herr v. Ophem nannte und er auf seinem Titel Pfarrer bestand,weil Christus in ihm besonders wohnte. Später war er nur noch mein Freund Piet. Das ist ein Zeugnis. wir sollten die Sonne nur nicht unter unserem Zorn untergehen lassen. Leider war das damals anders, aber der Herr freute sich bestimmt über unsere Versöhnung.

Manchmal haben wir auch Verantwortung etwas zu sagen, wenn wir Sünde sehen. Wir wollen damit helfen, dass Menschen wieter in Jüngerschaft leben. Es ist auch biblisch. Wenn einer dann in die Luft geht, weil jemand meint, er habe gefehlt, so ist das für mich Stolz. Man sollte alles prüfen und nicht versuchen, den Gegenüber fertig zu machen. Dennoch sehe ich solche Situationen als unglücklich an und versuche immer, versöhnt zu leben. Das lernte ich in Taizé: Versöhnt euch ! In obigem Fall hörte ich von mehreren Feunden, der Leiter habe seine gerechte Strafe für sein Verhalten bekommen und sei sehr beschämt worden. Wäre er nicht explodiert, als ich ihn korrigieren wollte, wäre ihm eine große Schande ersspart geblieben.

Jeder streitet in einer guten Ehe und wichtig ist, wieder zusammen zu finden und es nicht eskalieren zu lassen. Keiner hat so viel Liebe wie Jesus, dass er alles hin nimmt.

Wenn ich dich richtig verstehe, sollte so etwas nicht vorkommen?
Schalom - Friede mit euch - peace - la paix, allen, die es lesen!

Gera