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Sonntag, 16. Juli 2017, 14:05

Sonntagsgruß zum 16.07.2017

Das Gleichnis vom Sämann

1 Ein andermal lehrte er wieder am Ufer des Sees und sehr viele Menschen versammelten sich um ihn. Er stieg deshalb in ein Boot auf dem See und setzte sich; die Leute aber standen am Ufer.
2 Und er sprach lange zu ihnen und lehrte sie in Form von Gleichnissen. Bei dieser Belehrung sagte er zu ihnen:
3 Hört! Ein Sämann ging aufs Feld, um zu säen.
4 Als er säte, fiel ein Teil der Körner auf den Weg und die Vögel kamen und fraßen sie.
5 Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nur wenig Erde gab, und ging sofort auf, weil das Erdreich nicht tief war;
6 als aber die Sonne hochstieg, wurde die Saat versengt und verdorrte, weil sie keine Wurzeln hatte.
7 Wieder ein anderer Teil fiel in die Dornen und die Dornen wuchsen und erstickten die Saat und sie brachte keine Frucht.
8 Ein anderer Teil schließlich fiel auf guten Boden und brachte Frucht; die Saat ging auf und wuchs empor und trug dreißigfach, ja sechzigfach und hundertfach.
9 Und Jesus sprach: Wer Ohren hat zum Hören, der höre!

Die Deutung des Gleichnisses vom Sämann
13 Und er sagte zu ihnen: Wenn ihr schon dieses Gleichnis nicht versteht, wie wollt ihr dann all die anderen Gleichnisse verstehen
14 Der Sämann sät das Wort.
15 Auf den Weg fällt das Wort bei denen, die es zwar hören, aber sofort kommt der Satan und nimmt das Wort weg, das in sie gesät wurde.
16 Ähnlich ist es bei den Menschen, bei denen das Wort auf felsigen Boden fällt: Sobald sie es hören, nehmen sie es freudig auf;
17 aber sie haben keine Wurzeln, sondern sind unbeständig, und wenn sie dann um des Wortes willen bedrängt oder verfolgt werden, kommen sie sofort zu Fall.
18 Bei anderen fällt das Wort in die Dornen: sie hören es zwar,
19 aber die Sorgen der Welt, der trügerische Reichtum und die Gier nach all den anderen Dingen machen sich breit und ersticken es und es bringt keine Frucht.
20 Auf guten Boden ist das Wort bei denen gesät, die es hören und aufnehmen und Frucht bringen, dreißigfach, ja sechzigfach und hundertfach.


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Günter Ruks, Leiter dieses Forums und mein Ehemann, hat mich gebeten, den Sonntagsgruß von Gerhard Arndt Schäfer † fortzusetzen.

In den Gleichnissen vom Reich Gottes (Markus 4,1-34) wird auch das Gleichnis vom Sämann (Markus 4,3-9) erzählt und anschließend (Markus 4,13-20) gedeutet.

Jesus verkündet den Menschen das Reich Gottes. Er ist der Sämann, der den Samen des Wort Gottes verkündet. Die Menschen reagieren unterschiedlich auf das Gehörte. Die erste Menschengruppe ist begeistert. In Extremsituationen (Bedrängnis, Verfolgung) wenden sie sich rasch wieder vom Wort Gottes ab. Die zweite Menschengruppe lässt sich vom Reichtum und den damit verbundenen Vorzügen blenden. Auch bei ihnen bewirkt das Wort Gottes kein nachhaltiges Wachstum und keine anschließende reiche Ernte. Die Menschen, bei denen die Saat jedoch auf guten Boden fällt, bringen reiche Frucht hervor.

Am Rande einer Obstwiese habe ich bei uns hier im Dorf Niederwenigern ein kleines Beet mit Stauden und Sträuchern angelegt. Die ausgreifenden Wurzeln der nahen Obstbäume haben das vorbereitende Graben erschwert. Zudem musste ich die schwere Erde durch qualitätsvolle Blumenerde für das anschließende Pflanzen vorbereiten. So lernte ich als Städterin wie wichtig der geeignete Boden für eine erfolgreiche Bepflanzung ist.

Für eine reiche Getreideernte ist ein guter Boden also die entscheidende Voraussetzung. Wir lernen aus dem Gleichnis, dass Menschen, bei denen das Wort Gottes auf einen guten Boden fällt, viel Frucht hervorbringen. In Markus 4,20 wird zur Veranschaulichung von dreißigfacher, sechzigfacher und hundertfacher Frucht gesprochen. Wie werden diese Menschen dazu befähigt soviel Frucht hervorzubringen?

In Johannes 15,5 erfahren wir dazu:

5 Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen.

Wenn wir mit eng mit Jesus verbunden sind, dann kann Jesus in unserem Herzen wirken und unser Leben wird reiche Frucht hervorbringen – dreißigfach, sechzigfach und hundertfach.

Gottes Segen wünscht Euch Ingeborg Piechottka-Ruks